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Hennigsdorf, Brandenburg, 1997

Maike Thiel

1997 verschwindet eine hochschwangere 17-Jährige spurlos; Jahre später folgt ein Indizienprozess.

Lesezeit etwa 24 Minuten

Worum es geht

Die 17-jährige Maike Thiel aus Leegebruch in Brandenburg verschwindet im Juli 1997 nach einem Vorsorgetermin im Krankenhaus von Hennigsdorf, nur wenige Wochen vor der Geburt ihrer Tochter. Die Schwangerschaft hatte zuvor für Spannungen mit der Familie ihres Ex-Freundes gesorgt, doch zunächst führt keine Spur zu ihr. Erst Jahre später machen Aussagen zweier Zeuginnen einen Prozess möglich, in dem es weder Leiche noch Tatwaffe gibt. Zwei Menschen werden verurteilt und beteuern bis heute ihre Unschuld. Ein neues Gutachten sorgte Anfang 2025 dafür, dass das Oberlandesgericht eine Wiederaufnahme des Verfahrens für zulässig erklärte.

Ansicht von Leegebruch
Ansicht von Leegebruch. Foto: RonnyKrüger, CC0, über Wikimedia Commons.

Intro

Ende der 90er verschwindet eine junge Frau in Brandenburg. Und das, obwohl eigentlich das wichtigste Ereignis ihres Lebens ansteht: die Geburt ihrer jungen Tochter. Dafür hat sie alles vorbereitet. Das Kinderzimmer ist eingerichtet, die Babysachen besorgt, der Name für die Tochter ausgesucht. Trotzdem ist die 17 Jahre alte Maike Thiel von einem Tag auf den anderen weg – und wird nie gefunden.

Man geht heute davon aus, dass Maike ermordet wurde. Und dafür wurden sogar zwei Personen verurteilt, die bis heute ihre Unschuld beteuern. Aber wie wollen sie sich gegen Indizien wehren, die so stark sind, dass selbst der Bundesgerichtshof das Urteil bestätigt? Und wie beweist man einen Mord, in dem es nicht einmal eine Leiche gibt?

Maike Thiel

Maike Thiel ist siebzehn Jahre alt – und führt 1997 eigentlich das ganz normale Leben einer Teenagerin. Sie lebt gemeinsam mit ihren Eltern am Birkenberg in Leegebruch. Der kleine Ort liegt in Brandenburg, nördlich von Berlin. Maike hat gerade die zehnte Klasse beendet, als etwas passiert, das ihr normales Leben ziemlich auf den Kopf stellen wird. Denn die Teenagerin bemerkt, dass sie schwanger ist. Und zwar von ihrem Ex-Freund Michael. Die beiden waren Ende 1996 für vier Monate zusammen, haben sich aber kurz vor Jahresende getrennt.

Michael ist selbst erst 17 Jahre alt und macht damals eine Ausbildung zum Straßenbauer. Eine schwierige Situation also – nicht nur für Maike selbst, sondern auch für ihren Freund Michael und die Eltern der beiden. Umso besser, dass sich alle Parteien im Februar 1997 an einen Tisch setzen, um zu besprechen, wie es jetzt weitergeht. Dabei steht auch die Möglichkeit im Raum, dass Maike das Kind abtreiben lassen könnte. Den Erwachsenen ist wichtig, dass Maike weiß, dass niemand ihr das übel nehmen würde und jeder Verständnis dafür hätte. Immerhin hat Maike noch ihr ganzes Leben vor sich und ist fast selbst noch ein Kind.

Bei diesem Treffen setzen sich Maike und die Mutter von Michael, Christine Sch., auch noch mal unter vier Augen zusammen. Christine ist selbst jung Mutter geworden und kann, so der Gedankengang, deshalb auf Augenhöhe mit Maike sprechen. Aber das Gespräch läuft überhaupt nicht gut. Zu dem genauen Verlauf dieses Gesprächs wird es später zwei unterschiedliche Versionen geben.

Christine Sch. sagt, sie habe Maike noch einmal die Risiken für ihre Zukunft verdeutlicht, ihr aber abschließend auch gesagt, dass Maike ihre Entscheidung eben nur für sich allein treffen kann. Von der Gegenseite wird es später heißen, Christine Sch. habe im Zuge dieser Unterhaltung lautstark gesagt, Maike werde ihr Kind nicht bekommen, und wenn doch, werde man es ihr wegnehmen. Dazu kommen wir später noch mal zurück.

Unabhängig davon, welche Version stimmt: Maike entscheidet sich für das Kind. Obwohl ihre Eltern für sie in einer Klinik einen Termin für eine Abtreibung vereinbaren, lässt Maike den Termin in letzter Sekunde platzen. Sie lässt ihre Eltern und Michael, der in der Klinik aufgetaucht ist, einfach stehen und rennt aus dem Krankenhaus. Ihr Entschluss steht nun fest: Sie möchte das Kind bekommen.

Maike ist überzeugt von der Schwangerschaft, freut sich riesig auf ihr Baby. Sie weiß, dass das Leben als junge Mutter nicht einfach wird, aber ihre Eltern unterstützen sie. Obwohl die Thiels anfänglich nicht begeistert von der Schwangerschaft waren, tun sie nun alles, um Maike bei den Vorbereitungen zu helfen. In der Wohnung von Maikes Eltern ist schon alles bereit. Maike hat selbst liebevoll ein Kinderzimmer für ihre kleine Tochter eingerichtet, ihre Eltern haben extra umgebaut und umgeräumt, damit bald eine kleine Person mehr in der Wohnung Platz haben wird.

Der Plan ist, dass Maike und ihre Tochter bei Maikes Eltern wohnen bleiben, die bei der Betreuung des Kindes helfen werden. So soll es Maike dann möglich sein, eine Ausbildung zur Altenpflegerin anzufangen. Ein solider und vernünftiger Plan also.

Mit der Beziehung zu Michael sieht es leider weniger stabil aus. Die beiden bleiben voneinander getrennt, und Michael war von der Schwangerschaft seiner Ex-Partnerin sehr geschockt. Er stellt sogar die Möglichkeit in den Raum, dass er vielleicht gar nicht der Vater sei. Das soll dann mithilfe eines Vaterschaftstests geklärt werden, wenn das Baby da ist. Ansonsten haben Maike und Michael keinen Kontakt mehr miteinander. Bei aller Vernunft und Vorbereitung vonseiten Maikes und ihrer Eltern bleibt die Situation also schwierig.

Am 2. Juli 1997 besucht Maike ihre beste Freundin Nicole und übernachtet auch bei ihr. Die beiden kennen sich schon ihr ganzes Leben lang – im wahrsten Sinne des Wortes. Nicoles und Maikes Mütter lagen zusammen im Krankenhaus, als sie ihre Töchter auf die Welt gebracht haben. Maike und Nicole waren zusammen im Kindergarten, haben jahrelang im selben Mehrfamilienhaus gewohnt und sind zusammen zur Schule gegangen. Für Nicole und Nicoles Mutter ist es selbstverständlich, dass sie Maike auch in der Schwangerschaft und danach, wenn das Kind da ist, unterstützen.

Das mit der Übernachtung am 2. Juli passt genau deshalb auch ganz gut.

Nicole und ihre Mutter wohnen nämlich in Hennigsdorf, während Maike und ihre Familie inzwischen ein paar Autominuten weiter nach Leegebruch gezogen sind. In Hennigsdorf ist aber das Krankenhaus, in dem Maike während der Schwangerschaft ihre Vorsorgetermine hat. Genau so ein Termin steht auch am Morgen des 3. Juli an. Also passt es perfekt, dass sie vom 2. auf den 3. bei Nicole schläft.

Nicole wohnt nur ein paar Gehminuten vom Krankenhaus entfernt. So kann Maike den Termin um 8:50 Uhr trotz der frühen Uhrzeit ganz entspannt wahrnehmen. Maike möchte den Termin schnell abhaken und dann zurück zu Nicole gehen, um mit ihr nach Berlin zu fahren und dort shoppen zu gehen. Maike nimmt deshalb nur ihren Mutterpass mit – ihr Portemonnaie und ihr Geld lässt sie bei Nicole liegen.

Dieser Vorsorgetermin ist einer der letzten vor der Geburt ihres Babys. In etwa sechs Wochen soll sie ihr Kind in den Armen halten. Maike hat sich auch schon einen Namen für ihre ungeborene Tochter ausgesucht. Das Mädchen, das im Sommer 1997 auf die Welt kommen soll, soll Charleen heißen. Aber leider wird Charleen das Licht der Welt nie erblicken. Denn ihre Mutter verschwindet – und wird nie gefunden werden.

Die Suche nach Maike

Am Mittag des 3. Juli wird Nicole langsam unruhig. Eigentlich wollte Maike ja nur zur Untersuchung ins Krankenhaus, danach wollten die beiden shoppen gehen. Aber Nicole wartet vergeblich auf ihre Freundin. Klar, beim Arzt kann es immer mal etwas länger dauern, aber irgendetwas scheint da nicht zu stimmen. Nicole sagt Maikes Eltern Bescheid, und beide Parteien fangen an, herumzutelefonieren und die Gegend um das Krankenhaus abzusuchen. Sie rufen auch bei Maikes Ex Michael an. Der sagt aber, er wisse nichts.

Am 4. Juli meldet Maikes Vater die 17-Jährige bei der Polizei als vermisst. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, wo Maike sein könnte. Sie hat niemandem erzählt, dass sie irgendetwas vorgehabt hätte, hat keine Nachricht hinterlassen und keine offensichtlichen Vorbereitungen getroffen, um länger von Zuhause wegzugehen. Zumal das ja auch gar keinen Sinn ergibt – Maike ist hochschwanger und freut sich auf ihre Tochter. Nichts könnte erklären, weshalb sie auf einmal freiwillig nicht mehr nach Hause kommen würde.

Allerdings gibt die Aussage von Maikes Ärztin zu denken. Diese hat der 17-Jährigen nämlich dazu geraten, direkt im Anschluss an die Untersuchung zu einem anderen Arzt nach Berlin zu fahren, um etwas abklären zu lassen. Auf diesen Vorschlag hin soll Maike entgegnet haben, das ginge nicht – sie sei dazu verabredet, mit einem Bekannten an die Ostsee zu fahren. Diesen Bekannten gibt es wirklich, und dessen Eltern besitzen auch ein Haus an der Ostsee. Aber Maikes Aussage gegenüber der Ärztin war trotzdem gelogen. Denn sie war ja fest mit Nicole zum Shoppen verabredet.

Womöglich war die Sache mit dem Ostsee-Urlaub also nur eine spontane Notlüge – ein Urlaub ist ja irgendwie eine vernünftigere Ausrede für das Verschieben eines Arzttermins als der Umstand, shoppen gehen zu wollen.

Der Bekannte von Maike wurde auch angerufen und gefragt, ob er mit Maike verabredet gewesen sei. Das hat er verneint. Jahre später wird man kritisieren, dass die Ermittler zum Beispiel an diesem Punkt genauer hätten nachhaken müssen. Das passiert aber nicht.

Vielleicht unter anderem auch, weil ein weiterer Aspekt in diesem Fall nicht weniger komisch ist. Nämlich, dass Maikes Freundin Nicole ihren Ex-Freund Michael ausgerechnet am Mittag des 3. Juli in der Nähe des Krankenhauses gesehen hat. Als Nicole auf die Rückkehr von Maike wartet, schaut sie aus dem Fenster die Straße herunter, die von ihrer Wohnung aus zum Krankenhaus führt. Dabei sieht sie, wie Michael in einem Auto vorbeifährt. Michael grüßt sogar noch.

Michael gibt auch zu, am Morgen in Hennigsdorf unterwegs gewesen zu sein, hat aber eine Erklärung parat. Er sagt, er habe im Auftrag seiner Mutter einen Brief in einen Briefkasten in der Nähe von Nicoles Wohnung einwerfen sollen. Danach sei er noch einkaufen gefahren. Allerdings gibt es von diesen Einkäufen keine Kassenbelege oder anderweitige Beweise. Alles, was man sicher weiß, ist, dass Michael ausgerechnet um die Uhrzeit herum, als Maike den Termin hatte, in der Nähe des Krankenhauses war.

Und dass sie seitdem verschwunden ist. In einigen frühen Berichten heißt es auch, Zeugen hätten im Krankenhaus gesehen, wie Maike in ein Auto gestiegen sei. Na ja, und Michael war ja mit einem Auto unterwegs.

1997 wird dann recht zügig eine Hausdurchsuchung bei Michael und seiner Mutter Christine Sch. durchgeführt. In einem Zimmer findet man einen von Christine beschriebenen Schmierzettel. Darauf ist notiert: 3. 7. 97, 8:50 Uhr. Und genau das ist der Termin, den Maike Thiel am Krankenhaus gehabt hat. Am 3. 7. 97 um 8:50 Uhr. Christine behauptet, sie könne sich nicht daran erinnern, was es mit dieser Notiz auf sich hatte. Wahrscheinlich sei das ein Termin für eine Autoreparatur gewesen.

Die Polizei findet aber heraus, dass die Autowerkstatt der Familie solche exakten Termine gar nicht vergibt. Was das Ganze noch verdächtiger macht: Obwohl Maike und Michael ja kaum noch Kontakt hatten, hat er ausgerechnet am Abend des 2. Juli 1997 bei Maike angerufen. Aus diesem Telefonat weiß er auch, dass sie am nächsten Tag einen Arzttermin hatte und danach mit Nicole shoppen gehen wollte. Das gibt Michael auch zu. Er bestreitet allerdings, die genaue Uhrzeit zum Arzttermin gewusst zu haben. Maikes Freundin sagt aber, Michael habe extra angerufen, um sich zu vergewissern, um wie viel Uhr der Termin genau sei.

Das wirft zwar kein gutes Licht auf Michael und seine Mutter Christine, ist aber auch noch kein konkreter Beweis dafür, dass einer der beiden etwas verbrochen hat. Sondern eher ein Indiz. Maike bleibt unterdessen verschwunden. Erst für Wochen, dann für Monate.

Im April 1998 wird Michael noch einmal von der Polizei verhört. Eigentlich wird er als Zeuge befragt – aber im Verlaufe des Verhörs verändert sich sein Status zum Beschuldigten. Michael wird dabei aber nicht richtig über seine Rechte aufgeklärt – zum Beispiel dazu, dass er sich einen Anwalt dazu holen könnte. Die Polizei ermittelt weiterhin gegen Michael und seine Mutter, hat aber nicht genügend Beweise, um Anklage zu erheben oder jemanden in Untersuchungshaft zu nehmen. Im Juli 2000 wird das Verfahren dann vorerst eingestellt, drei Jahre nach Maikes Verschwinden.

Immer mal wieder gibt es Berichte von Zeugen, die Maike Thiel womöglich gesehen haben wollen. Da ist ein Ehepaar in Hamburg, das eine junge Frau mit großer Ähnlichkeit zu Maike kennengelernt hat. Die junge Frau sei in Begleitung eines ebenfalls jungen Mannes gewesen und habe sich mit diesem Ehepaar auch über Hennigsdorf unterhalten. Und genau in diesem Ort hat Maike sich ja gut ausgekannt. Ihre Freundin Nicole wohnte dort, sie hat das örtliche Krankenhaus für Untersuchungen aufgesucht und als Kind selbst mal dort gewohnt, bis ihre Eltern mit ihr umgezogen sind. Allerdings führt diese Spur ins Leere. Genau so wie jede andere Spur im Fall Maike Thiel leider auch.

Bis mehr als fünfzehn Jahre später eine Frau bei der Polizei eine Aussage macht – eine Aussage, die endlich den Hinweis bringen kann, nach dem die Polizei so lange vergeblich gesucht hat.

Mord ohne Leiche

Der Name der Frau lautet Dominique S. Schon 2011 wurden die Ermittlungen im Fall Maike Thiel wieder aufgenommen. Christine und Michael wurden observiert und das Grundstück sowie das Auto der Familie noch einmal abgesucht. Ohne Ergebnis. Im Zuge der neuen Untersuchungen versucht die Polizei aber auch noch mal, mit alten und neuen Zeugen Kontakt aufzunehmen. Und eine dieser alten Zeuginnen ist eben Dominique S. Sie war 1997 genau wie Maike und Michael siebzehn Jahre alt und eine Zeit lang mit Michael zusammen.

Damals hat sie gegenüber der Polizei keine Angaben gemacht. Die Ermittler vermuteten schon früh, dass Dominique vielleicht mehr wissen könnte. Aber sie stand Michael damals sehr nahe. Mittlerweile sind fünfzehn Jahre vergangen, Dominique ist inzwischen selbst Mutter geworden und hat keinen nennenswerten Kontakt mehr zu Michael. Also entscheidet sich die Polizei, es nochmal zu probieren.

2012 wird Dominique S. erneut befragt. Zunächst macht sie wieder keine Angaben zu der Sache. Erst nach einiger Zeit, als Dominique allein mit einer Polizistin im Verhörraum ist, bricht sie zusammen. Sie erzählt der Polizistin von Michael – und davon, was er ihr nach dem Verschwinden von Maike anvertraut haben soll. Leider besteht von dieser Aussage nur ein Gedächtnisprotokoll mit einem Video ohne Ton.

Bei einer zweiten, formgerechten Aussage bestätigt Dominique ihre Aussagen aber noch einmal. Sie berichtet, Michael habe ihr gestanden, etwas mit Maikes Verschwinden zu tun zu haben. Seine Mutter Christine habe einen Plan entwickelt, um zu verhindern, dass Maikes Baby zur Welt kommt. Michael habe Maike am 3. Juli im Krankenhaus abgeholt und zu einem abgelegenen Waldstück gefahren, gemeinsam mit einem Komplizen. Am Waldstück angekommen sei dann „etwas passiert“. Der Komplize, zu dem wir später noch kommen, habe versucht, Maike von der Rückbank aus zu erdrosseln.

Maike habe sich gewehrt und sogar noch Michael, der auf dem Fahrersitz saß, in den Arm gebissen, sodass eine Narbe zurückgeblieben sei. Letztendlich sei sie aber in dem Auto gestorben. Das mit der Narbe kann man damals leider nicht mehr genau feststellen, weil Michael den Arm inzwischen voll tätowiert hat. Der andere Arm ist übrigens frei von großflächigen Tattoos. Dermatologische Gutachten zu der Sache sind nicht eindeutig. Es könnte sein, dass da mal eine Narbe war, es könnte aber auch nicht sein.

Eine weitere Ex-Freundin von Michael namens Lydia C. erzählt etwas, was dazu passt. Nach einem emotionalen Gespräch zwischen Lydia und Michael habe er ihr ins Ohr geflüstert, er habe ‘es’ selbst machen müssen. Mit ‘es’ soll aus der Sicht der Ermittler der Mord an Maike Thiel gemeint gewesen sein. Lydia und Dominique haben einander nie kennengelernt und diese Aussagen unabhängig voneinander gemacht.

Christine Sch. hat für den mutmaßlichen Tattag ein Alibi – ihr Sohn hat sie morgens zur Arbeit gefahren, und dort war sie auch den ganzen Tag über. Laut der Staatsanwaltschaft hat sie das extra so eingefädelt. Michael selbst hat kein festes Alibi. Stattdessen gibt es nun zwei Zeuginnen, die unabhängig voneinander berichtet haben, Michael habe ihnen eine Beteiligung am Mord an Maike Thiel gestanden. Und das reicht endlich für die vonseiten der Thiels langersehnte Anklage.

Michael und Christine landen vor Gericht. Eine Besonderheit dabei ist, dass auch Michael vor dem regulären Gericht angeklagt wird, nicht vom Jugendgericht. Das stand durchaus im Raum, denn zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Verbrechens war er ja erst 18 Jahre alt. Das Gericht sieht aber keinen Anlass dazu, anzunehmen, dass irgendeine Reifeverzögerung vorgelegen habe, die eine Verhandlung vor der Jugendstrafkammer rechtfertigen würde. Der Prozess erstreckt sich über mehr als vierzig Verhandlungstage.

Denn es handelt sich um einen reinen Indizienprozess. Nach wie vor gibt es keine Leiche von Maike, keine Tatwaffe, nicht einmal einen konkreten Tatort. Dementsprechend müssen Gewicht und Zusammenhang der einzelnen Indizien ganz genau abgewogen und in einen Zusammenhang gebracht werden, der einen eindeutigen Schluss zulässt, sollte es zu einer Verurteilung kommen.

Wie ich eben schon kurz angedeutet habe, werden nicht nur Michael und Christine beschuldigt, sondern auch noch ein Komplize, der beim Mord an Maike dabei gewesen sein soll. Sein Name ist Manfred S., er soll ein alter Bekannter von Christine sein. Laut den Schilderungen von Dominique sei Manfred S. am 3. Juli gemeinsam mit Michael zum Krankenhaus gefahren, um Maike dort abzupassen. Manfred sei quasi für den Mord an Maike angeheuert worden.

Manfred S. kann allerdings nicht mitangeklagt werden – aufgrund von Altersgebrechlichkeit. Zum Zeitpunkt des Prozesses ist er 80 Jahre alt, an Parkinson erkrankt, hatte einen Herzinfarkt sowie einen Schlaganfall und sitzt im Rollstuhl. Am ersten Prozesstag soll er wohl nicht einmal in der Lage gewesen sein, dem Geschehen geistig zu folgen. Dementsprechend wurde die Anklage gegen ihn fallen gelassen.

Dennoch ist die Anklage sicher, dass er fest in das Mordkomplott gegen Maike Thiel involviert gewesen sei. Er wird als „grundsätzlicher Frauenhasser“ beschrieben, der im Auftrag von Christine gehandelt habe. Dazu passt, dass Sohn Michael rund um das Verschwinden von Maike zweimal größere Summen Bargeld von seinem Sparbuch abgehoben hat. Einen Tag vor Maikes Verschwinden 4.500 D-Mark, in der Zeit danach noch einmal 2.500. Insgesamt also 7.000 D-Mark oder umgerechnet etwa 3.600 Euro.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft soll das der Lohn für Manfred S. gewesen sein. Das soll Michael auch einer der Zeuginnen erzählt haben. Michael selbst behauptet gegenüber der Polizei damals, er habe das Geld abgehoben, um sich ein Auto zu kaufen. Allerdings wurde erst drei Jahre nach Maikes Verschwinden ein neues Auto auf Michael Sch. zugelassen. Die Staatsanwaltschaft glaubt die Geschichte mit dem Autokauf nicht. Vielmehr sei das Geld der versprochene Lohn von Manfred S. gewesen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Michael Maike unter einem Vorwand vor dem Krankenhaus abgepasst und in sein Auto gelockt habe. Dann sei er mit ihr und Manfred S. auf der Rückbank an einen abgelegenen Ort gefahren. Nach einer kurzen Auseinandersetzung im Auto hätten Manfred und Michael Maike getötet. Wie und wo die beiden Maikes Leiche entsorgt haben, dazu gibt es nur Spekulationen. Über die Jahre wurden zahlreiche Gebiete abgesucht, ganze Straßen aufgebrochen und Mantrailer-Hunde losgeschickt.

Nie wurde auch nur eine Spur von Maike Thiel gefunden. Eine Bekannte von Manfred S. sagt vor Gericht aus, er sei von Müllverbrennungsanlagen fasziniert gewesen. So habe Manfred S. immer wieder erzählt, er habe früher dauernd Schutt und Abfall zu einer Verbrennungsanlage gefahren und dort einfach abgeladen. Niemand hätte ihn dort je kontrolliert. Die Polizei hat auf Basis dessen auch in diese Richtung ermittelt, konnte jedoch keine Verbrennungsanlage ausmachen, die mit dem Fall Maike Thiel zu tun haben könnte.

Die beiden Zeuginnen Dominique und Lydia sagen beide vor Gericht gegen Michael und Christine aus. Sie wiederholen ihre Aussagen aus den Polizeiverhören lückenlos und wirken dabei glaubhaft. Allerdings gibt Lydia später zu, sie habe die Aussage vor Gericht unter Drogen gemacht. Sie sei so aufgeregt gewesen, dass sie sich ein wenig habe „beruhigen“ wollen. Auch damals, als Michael ihr den Mord an Maike implizit gestanden haben soll, hatten laut Lydia sowohl sie als auch Michael Drogen konsumiert. Das Gericht entscheidet, dass Lydias Aussage trotzdem glaubwürdig und klar genug ist.

Und das sind am Ende auch die Indizien, die für die Schuld von Michael und Christine sprechen. Sowohl Michael als auch seine Mutter Christine erhalten jeweils eine lebenslange Freiheitsstrafe. Sie werden des Mordes aus Habgier und Heimtücke sowie der Anstiftung dazu schuldig gesprochen. Die Kammer kommt laut des Vorsitzenden Richters zu dem Schluss, dass Christine Sch. den Plan zum Mord an Maike gehabt und dann ihren Sohn sowie ihren langjährigen Bekannten Manfred S. zu dem Mord an Maike gebracht habe.

Das genaue Mordmotiv seien wohl die Unterhaltszahlungen gewesen, die Michael als Vater der ungeborenen Charleen womöglich hätte leisten müssen. Christine soll vor Zeugen gesagt haben, dass ihre Familie auf gar keinen Fall Unterhalt an Maike Thiel zahlen würde. Als Maike schwanger wurde, war Michael ja selbst noch in der Ausbildung und hat dementsprechend kaum Geld verdient. Michaels Mutter Christine war damals alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und arbeitete in Vollzeit als Dozentin an einem Privatinstitut. Der Vorsitzende Richter ist sicher, dass Christine den Mord initiiert haben muss. Und dass Maike und ihre Tochter ohne ihr Zutun heute am Leben wären. Da Christine in diesem Szenario die Anstifterin zum Mord ist, wird sie genau so hart bestraft wie der eigentliche Mörder.

Das Motiv für den Mord an Maike Thiel waren also die drohenden Unterhaltszahlungen für Maikes ungeborene Tochter Charleen. Mit dem vierstelligen Betrag, den Michael vor der Tat abgehoben hat, hätten die beiden die nötigen Mittel gehabt, um einem Komplizen wie Manfred S. einen Anreiz zum Mord an Maike zu geben. In Christines Wohnung hat man einen Zettel gefunden, auf dem ausgerechnet Maikes genauer Arzttermin notiert war. Michael hat am Abend vor dem Termin trotz sonstiger Funkstille noch einmal bei Maike angerufen und laut Maikes Freundin extra noch einmal gefragt, wann genau der Termin sei.

Am Morgen des Termins war er zur passenden Uhrzeit genau in der Nähe des Krankenhauses, in dem Maike war. Sowohl Michael als auch Christine hatten laut Zeugen absolut kein Interesse daran, Maike mit dem Baby zu unterstützen. Und zu guter Letzt haben zwei Zeuginnen unabhängig voneinander ausgesagt, Michael habe den Mord an Maike Thiel ihnen gegenüber gestanden. Das ist ein ziemlich deutlicher Indizienring, der das Gericht überzeugt. Es gibt keine andere plausible Möglichkeit, was mit Maike Thiel geschehen sein könnte.

Zweifel an der Schuld?

Mit dem Urteil gegen Christine und Michael Sch. ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Denn obwohl das Urteil vom Bundesgerichtshof bestätigt wird, kämpfen Mutter und Sohn bis heute für ein neues Verfahren. Sie geben an, zu Unrecht verurteilt worden zu sein. Kann es sich bei dem Urteil gegen die Mörder von Maike Thiel also um einen Justizirrtum handeln?

Während des Prozesses hat keiner der beiden eine Aussage gemacht und durchgehend geschwiegen. Beide sind nach späteren Angaben bis zuletzt davon ausgegangen, freigesprochen zu werden. 2024 sprechen Michael und Christine Sch. mit Journalistinnen und Journalisten der ARD. In diesen Interviews beteuern sie immer wieder ihre Unschuld. Diese Interviews werden im Rahmen einer dreiteiligen Dokumentation zum Fall Maike Thiel ausgestrahlt.

Das stößt auch auf Kritik. Denn immerhin wird in der Sendung zwei verurteilten Mördern viel Raum gegeben, um ihre Sicht der Dinge zu erzählen. Und natürlich präsentieren sich sowohl Michael als auch Christine sehr emotional. Ein Artikel der MOZ bringt das gut auf den Punkt: „Während die ebenfalls interviewten Staatsanwälte, Richter und Kommissare professionell und sachlich bleiben müssen, können Mutter und Sohn ihre Emotionen zur Schau stellen.“ Und das ist natürlich auch ihr gutes Recht.

Es schafft aber auch eine Schere zwischen den beiden Darstellungen, obwohl die Produzenten der Doku eigentlich ein gutes, objektives Gleichgewicht zwischen den Parteien zeigen. Den beiden zuzuhören und mögliche Versäumnisse bei den Ermittlungen und dem Prozess anzuschauen, ist wichtig. Genauso wichtig ist es aber, sich noch einmal die Dichte der Indizien ins Gedächtnis zu rufen, die zu ihrer Verurteilung geführt haben:

  • Michael wurde am Morgen von Maikes Verschwinden in der Nähe des Krankenhauses gesehen
  • Christine hat vor Zeuginnen und Zeugen gesagt, sie würde verhindern, dass Michael jemals Unterhalt zahlen müsse. Damit hätten beide ein Motiv.
  • Christine hatte einen Zettel mit dem genauen Arzttermin von Maike in ihrer Wohnung und konnte nicht nachweislich und plausibel erklären, was dieses Datum und diese Uhrzeit sonst zu bedeuten hätten
  • Obwohl beide nicht mehr wirklich was miteinander zu tun hatten, hat Michael Maike ausgerechnet am Abend vor ihrem Arzttermin angerufen und sich laut ihrer Freundin noch mal nach der genauen Uhrzeit erkundigt
  • Um den möglichen Tatzeitpunkt herum hat Michael eine vierstellige Summe Geld abgehoben. Er gibt an, damit ein Auto gekauft zu haben, hat das aber nachweislich erst drei Jahre später gemacht
  • Michael hat kein Alibi für den möglichen Tatzeitraum
  • Dominique und Lydia kannten einander nicht und haben trotzdem unabhängig voneinander gesagt, Michael habe ihnen gegenüber den Mord gestanden

Aber: Es gibt eben auch keine Tatwaffe und keine Leiche. Maike Thiel und ihr ungeborenes Kind konnten bis heute nicht gefunden werden. Und genau deshalb hat Christine kein Verständnis dafür, dass überhaupt wegen eines Mordes verhandelt wurde. Also arbeitet sie die Akten zum Fall eigenhändig durch, um irgendwelche Lücken zu finden, die ihre Sicht der Dinge beweisen können.

Christine hat 2019 Kontakt zu einem Experten hergestellt, der die Aussagen von Dominique und Lydia noch einmal überprüft hat. Er kommt zu dem Ergebnis, die Aussagen seien unglaubwürdig. Auf Basis dieses Gutachtens, das sie aus eigener Tasche gezahlt hat, hat Christine auch einen neuen Rechtsanwalt bekommen. Der Anwalt hat sich mit dem Glaubwürdigkeitsgutachten auseinandergesetzt und stimmt zu. Seiner Ansicht nach hätten Christine und Michael nie verurteilt werden dürfen. Und das, obwohl das ja sogar vom Bundesgerichtshof bestätigt wurde. Weil der BGH in Deutschland die höchste Instanz ist, ist die einzige Chance auf einen Freispruch ein Wiederaufnahmeverfahren. Anträge dazu werden aber in fast allen Fällen abgelehnt.

Denn die Voraussetzung für so ein Wiederaufnahmeverfahren ist, dass man einen neuen Beweis bringt, der entscheidend sein könnte und im ursprünglichen Prozess nicht erwähnt wurde. Und wie 2024 berichtet wird, hat man genau diesen Beweis eventuell gefunden.

Dominique hat in ihrer Aussage ja explizit erzählt, Michael habe gesagt, dass Maike ihn im Todeskampf in den Arm gebissen habe. Und zwar so fest, dass eine Narbe zurückgeblieben sei. Damals waren Gutachten dazu, ob er wirklich mal eine Narbe auf dem inzwischen tätowierten Arm gehabt habe, nicht eindeutig. Das ändert sich jetzt aber womöglich. Denn mit den Jahren hat sich die Wissenschaft natürlich weiterentwickelt.

Den Anwälten von Michael und Christine liegt inzwischen ein Gutachten von einem Dermatologen vor. Dieses Gutachten hat Michael selbst finanziert. Der Dermatologe hat sich auf die sogenannte optische Kohärenztomografie spezialisiert. Die Methode wird eigentlich zur Früherkennung von Hautkrebs genutzt und scannt die Haut akribisch ab. Der Dermatologe kann auf dem gesamten Arm keinen Hinweis auf Narbengebilde finden. Dass eine Bisswunde, die noch Jahre nach dem Auftreten sichtbar gewesen sein soll, inzwischen verschwunden ist, hält er für ausgeschlossen.

Das Fazit des Experten: Michael habe nie eine Narbe auf dem Arm gehabt. Und das würde bedeuten, dass Dominiques Aussage nicht glaubwürdig ist. Denn sie hat ganz explizit von einer durch den Biss aufgetretenen Narbe erzählt.

Und wenn sie in diesem Faktor gelogen haben sollte – wie glaubwürdig wäre dann der Rest ihrer Aussage, die gemeinsam mit der Aussage von Lydia erst dazu geführt hat, dass Michael und Christine überhaupt angeklagt und verurteilt werden konnten? Unter anderem auf Basis des Gutachtens reichen die Anwälte von Michael und Christine einen Wiederaufnahmeantrag beim Landgericht Cottbus ein. Genau wie die allermeisten dieser Anträge wird er abgelehnt. Allerdings geben sie noch nicht auf – und haben Anfang 2025 tatsächlich Erfolg.

Das Oberlandesgericht Brandenburg erklärt die Wiederaufnahme des Verfahrens als nächste Instanz für zulässig. Die Hautanalyse geht als neues Beweismittel durch. Das Verfahren der optischen Kohärenztomografie war zum Zeitpunkt des ersten Prozesses zwar schon bekannt, wurde aber nicht als für solche Fälle geeignet angesehen und deshalb nicht hinzugezogen. Diese Ansicht habe sich inzwischen geändert. Und es sei möglich, dass das Gericht damals anders entschieden hätte, hätte so eine Hautanalyse damals definitiv ausgeschlossen, dass Michael jemals eine Narbe an seinem Arm gehabt hat.

Das heißt noch nicht, dass das Verfahren wirklich noch einmal neu aufgerollt wird. Es ist aber auf jeden Fall ein Schritt, der die Möglichkeit wahrscheinlicher macht. Das Oberlandesgericht mahnt dennoch, die Einschätzung des Gutachters, dass es auf keinen Fall jemals eine Bisswunde gegeben habe, sei „kritisch zu hinterfragen.“ Christine und Michael hatten auch beantragt, ihre Haftstrafe bis zu einer endgültigen Entscheidung zu einer Neuaufnahme auszusetzen, also vorzeitig freizukommen. Das wurde allerdings abgelehnt und die beiden sitzen auch heute noch im Gefängnis.

Ein neuer Prozess sei laut OLG wahrscheinlich nur möglich, wenn man diese These zu 100% belegen kann. Es bleibt also abzuwarten, wie es hier weitergeht – es ist wahrscheinlich, dass man von diesem Fall noch einiges hören wird.

Übrigens hat ein Team des ZDF den mutmaßlichen Mittäter Manfred S. 2016 aufgespürt. Damals lebte er wohl in einer Seniorenresidenz in Flensburg und hat dem ZDF auch ein kurzes Interview gegeben. In diesem Gespräch soll er die Schuld am Mord an Maike Thiel allein auf Michael geschoben haben. Er sagte: „Der Junge war ein schlauer Junge und er sollte auch wissen, wo er das gemacht hat.“ Die Journalistin fragte nach, ob Michael Manfred S. denn nicht erzählt habe, wo er die Tat begangen hat. Manfred S.’ Antwort? „Nein.“

Outro

Zum Abschluss möchte ich vor allem der Familie von Maike mein Beileid aussprechen. Insbesondere die Neuigkeiten, dass Christine und Michael einen Teilerfolg vor Gericht errungen haben, müssen sie schwer getroffen haben. Immerhin sind sie nun all die Jahre davon ausgegangen, endlich mit der juristischen Aufarbeitung abschließen zu können. Sollte der Fall wirklich noch einmal neu verhandelt werden, wäre das für die Hinterbliebenen sicherlich eine große emotionale Belastung. Sollte es neue Entwicklungen geben, erfahrt ihr auf dem Zweitkanal auf jeden Fall mehr dazu. Abonniert ihn also gern, um keine Neuigkeiten zu verpassen.

Und lasst mich in den Kommentaren gern wissen, was eure Gedanken zu diesem Fall sind. Vielen Dank fürs Zusehen und bis zum nächsten Mal. Ciao.

Quellen

  1. Zweimal lebenslänglich im Mordfall Maike Thiel Märkische Allgemeine
  2. Mord an Maike Thiel: Mörder mit Beschwerde am OLG erfolgreich – die Folgen moz.de
  3. Mord in Hennigsdorf: Warum die TV-Doku über den Fall Maike Thiel viele Fragen aufwirft moz.de
  4. Mordprozess ohne Leiche: Wie funktioniert ein Indizienprozess? YouTube, 2021
  5. Mord Ohne Leiche - Wo ist Maike? (S03/06) | Im Visier YouTube, 2021
  6. Angeklagte schweigen im Mordprozess ohne Leiche Berliner Kurier, 2013
  7. Mördern auf der Spur: Leiche gesucht ZDF
Fallakte
Orte
Hennigsdorf, Leegebruch, Cottbus, Flensburg, Hamburg, Berlin
Region
Brandenburg
Land
Deutschland
Jahr
1997
Status
Teilweise geklärt
Fallart
Tötungsdelikt, Vermisstenfall, Justiz & Fehlurteil, Familie & Partnerschaft
Personen
Maike Thiel, Michael Sch., Christine Sch., Manfred S., Dominique S., Lydia C.
Lagekarte
Kartendaten: Natural Earth