Intro
Allein in Deutschland wird fast jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Expartner umgebracht. Jeden Tag kommt es zu Mordversuchen von Männern an ihren Partnerinnen. Manchmal trauen sich Frauen nicht, sich von ihrem Partner zu trennen, aus Angst, dass er ihnen etwas antun könnte. Eine dieser Frauen ist Jennifer Dulos. Aber um sich und ihre Kinder zu schützen, wagt sie im Juni 2017 den Schritt, die Scheidung einzureichen. Sie hofft auf einen Neuanfang und auf die Chance auf ein sorgenfreies Leben. Aber es dauert nicht lang, bis ihre Entscheidung grausame Folgen nach sich zieht.
Das Leben von Jennifer Dulos
Jennifer Dulos, geboren als Jennifer Farber am 27. September 1968 in New York, ist die jüngste Tochter von Gloria Ortenberg und Hilliard Farber. Sie hat eine ältere Schwester namens Melissa. Hilliard ist ein äußerst erfolgreicher Bankier, sodass es der Familie nie an Geld mangelt.
Jennifer studiert zuerst in Providence und danach in New York. Sie macht einen Master in Schreiben.
In den Neunzigerjahren gründet sie eine Theatergruppe. Während ihrer Zeit in Providence lernt sie Ende der 80er Jahre Fotis Dulos kennen. Obwohl sich die beiden mögen, entwickelt sich nichts weiter zwischen ihnen. Jennifer schreibt später, dass sie immer „eine besondere Chemie zusammen hatten… etwas Besonderes und Kostbares“. Fotis Dulos wird am 6. August 1967 in der Türkei geboren und wächst in Griechenland, in Athen, auf. 1986 zieht er in die USA und studiert an der gleichen Uni wie Jennifer.
1989 macht er seinen Abschluss. Danach studiert er noch im Master von Finanzwesen. Im Juni 2000 heiratet er Hilary Vanessa Aldama in Athen. Sie hat auch mit ihm studiert. Bald darauf gründet Fotis die Fore Group Inc., ein Immobilienentwicklungsunternehmen mit Sitz in Connecticut, das sich auf Luxusimmobilien spezialisiert hat. Er beginnt Jennifer per E-Mail zu kontaktieren und sich nach ihr zu erkundigen. Die beiden verstehen sich sofort wieder genauso gut wie an der Universität in den 80er Jahren.
Als sie sich 2003 am Aspen Flughafen wiedersehen, verlieben sie sich sofort ineinander. Jennifer beschreibt später, dass es war, als sei der Blitz endlich eingeschlagen. Zu dieser Zeit ist Fotis noch verheiratet. Er leitet die Scheidung ein, und nachdem er und Hilary sich im Juli 2004 scheiden lassen, heiratet er nur einen Monat später Jennifer. Gemeinsam ziehen sie einige Zeit später nach Farmington, Connecticut. In den nächsten Jahren bekommen sie zusammen fünf Kinder, die sie nach griechisch-orthodoxen Heiligen benennen: drei Söhne mit den Namen Petros, Theodore und Konstantin sowie zwei Töchter mit den Namen Christiane und Cleopatra Noelle.
Jennifer bleibt als Hausfrau und Mutter zuhause, verdient jedoch nebenbei Geld, indem sie als Autorin bei Patch.com arbeitet. Nebenbei betreibt sie auch noch einen eigenen Blog namens „And Five Makes Seven“. Auf diesem schreibt sie an ihre Kinder gerichtet über ihr Leben als fünffache Mutter. In einem ihrer ersten Einträge im Oktober 2011 schreibt Jennifer: „Ich überlege, ob ich bloggen oder mein Leben leben soll.“ Sie berichtet von ihrer Zerrissenheit zwischen dem Wunsch, sich kreativ auszuleben, und gleichzeitig eine gute Mutter sein zu wollen. Jennifer erzählt von den Reitstunden, dem Wasserski, Ballett und dem Musikunterricht ihrer Kinder.
2012 zieht die Familie in ein riesiges Backsteinhaus in Farmington, das von Fotis' Unternehmen erbaut wurde. Zu dieser Zeit unterstützt Jennifers Vater das Unternehmen von Fotis mit mehreren Millionen US-Dollar. Am letzten Tag in ihrem alten Haus schreibt Jennifer auf ihrem Blog: „Wir hatten eine Last Dance Party, bei der das Wohnzimmer leergeräumt war und Fotis, mein Mann, griechische Partyhits spielte. Das Baby war so glücklich, es bewegte sich herum, klatschte, drehte sich. Ihre Schwester hatte alle dazu gebracht, ihren Bewegungen zu folgen, wie bei Simon Says. Ihr Bruder spielte den Clown, machte lächerliche Gesichter und tanzte schräg, seinen Körper vollständig zur Seite geneigt. In der Zwischenzeit kämpften ihre anderen Brüder, wie kleine Jungen.“ Doch ihre gemeinsame Zukunft wird nicht so, wie Jennifer es sich erträumt hat. Stattdessen werden die nächsten Jahre für sie zu einem Albtraum.
Eheprobleme
Während Jennifer sich im neuen Haus einlebt und Zeit mit ihren Kindern verbringt, ist Fotis zunehmend abwesend. Meistens ist er in Griechenland bei Freunden oder seiner Familie. Dort beginnt er auch seine neue große Leidenschaft auszuleben: das Wasserskifahren. Schnell wird er sehr gut darin und reist in den nächsten Jahren für Wettbewerbe rund um die Welt. Oft begleiten ihn dabei auch seine Kinder, die scheinbar ebenfalls Interesse an dem Hobby ihres Vaters gefunden zu haben scheinen. Jennifer sieht das anders. Später nennt sie das Wasserskifahren eine Obsession von Fotis und sagt, dass ihre Kinder „nie auf diesem Level Wasserskifahren wollten“. Fotis habe allerdings kein Nein zugelassen und mit seinen Kindern gefährlich und übermäßig trainiert. Als ihr Sohn einmal sagte, dass er zu müde sei, habe Fotis vor Wut einen Ski so stark gegen einen Felsen geworfen, dass er zerbrach. „Sie sind körperlich und emotional erschöpft und haben mich gebeten, etwas dagegen zu tun. Wir alle haben Angst, meinem Mann zu widersprechen.“
2012 schreibt sie in einem Blogbeitrag über ihre Eheprobleme Folgendes: „Ich wünschte, ich wäre eine starke Person und die Konfrontation würde mir nicht Angst und Schrecken einjagen.“ Zwischen der Hoffnung, dass sich die Situation doch noch bessert, und der Angst vor ihrem Mann vergehen die Jahre, ohne dass sich etwas ändert. 2016 ist Fotis mit seinen Kindern Wasserskifahren in Miami. Dabei lernt er die 42-jährige Michelle Troconis kennen. Die Tochter eines Herzchirurgen stammt ursprünglich aus Venezuela und teilt Fotis' Leidenschaft fürs Wasserskifahren. Sie nimmt ebenfalls an vielen Wettkämpfen teil und so kommen sie und Fotis sich schnell näher. Bald beginnen sie eine Affäre. Fotis' Schwester Rena sagt später, dass ihr Bruder sehr verliebt gewesen sei.
Im März 2017 erfährt Jennifer von der Affäre ihres Mannes. Daraufhin mietet sie eine Villa im etwa 110 Kilometer entfernten New Canaan und zieht dort im Juni heimlich mit ihren Kindern ein. Laut dem Umzugsunternehmen hätten sie zuvor schon mehrfach versucht, die Möbel aus dem Haus zu holen, aber Fotis hätte sie immer daran gehindert. Daraufhin habe Jennifer sie darum gebeten, keine Uniformen anzuziehen und ein unauffälliges Fahrzeug zu benutzen.
Einen Tag nach dem Umzug reicht Jennifer die Scheidung ein. In den Scheidungspapieren benennt sie nicht nur die Affäre als Grund, sondern auch, dass sie Angst habe, dass Fotis ihr und den Kindern Schaden zufügen würde. „Ich habe Angst um die Sicherheit meiner Familie, und ich glaube, er ist fähig und rachsüchtig genug, um die Kinder mitzunehmen und zu verschwinden“. Jennifer beantragt eine Notfall-Sorgerechtsanordnung. „Ich weiß, dass das Einreichen der Scheidung und dieses Antrags ihn wütend machen wird. Ich weiß, dass er sich revanchieren wird, indem er versucht, mir auf irgendeine Weise zu schaden.“
Jennifer Dulos behauptet weiter, dass ihr Mann zunehmend „irrationales, unsicheres, schikanöses, bedrohliches und kontrollierendes Verhalten“ an den Tag lege und dass sie um ihre Sicherheit sowie um die körperliche Unversehrtheit und das emotionale Wohlergehen der gemeinsamen Kinder fürchte. Sie sagt, dass Fotis Dulos am 3. Juni 2017 „wütend wurde, außer Kontrolle zu sein schien und mich dafür beleidigte, Aktivitäten für die Kinder an einem Samstagmorgen geplant zu haben… Ich hatte Angst und versuchte, den Raum zu verlassen. Er folgte mir die Treppe hinauf und in ein Schlafzimmer, wo er die Tür schloss und blockierte, so dass ich gefangen war, während er mich verbal angriff und körperlich einschüchterte.“
Jennifer behauptet auch, dass Fotis gedroht habe, die gemeinsamen Kinder zu entführen, wenn sie seinen Bedingungen in der Scheidungsvereinbarung nicht zustimme, und dass er eine Pistole gekauft habe.
Fotis hingegen bestreitet sämtliche Drohungen und behauptet, er habe die Pistole nur gekauft, um sich und seine Familie beschützen zu können. Im Laufe der Scheidung reichen Jennifer und Fotis über 300 Anträge ein, in denen sie sich gegenseitig beschuldigen zu lügen oder den anderen zu verunglimpfen. Fotis behauptet in seinen Anträgen, dass Jennifer ihn vor den gemeinsamen Kindern schlecht mache und als Psychopathen bezeichne. Sie habe den Kindern gesagt, dass er sich nicht um sie kümmern wolle und dass sie versuche, die Scheidung möglichst lange hinauszuzögern. Angeblich habe eines der Kinder ihm berichtet, dass Jennifer gesagt habe: „Ich kann die Mafia dazu bringen, deinem Vater mit einem Baseballschläger die Beine zu brechen.“
Im Dezember 2017 schreibt Fotis in einer E-Mail an Jennifer: „Unsere Kinder verdienen eine Mutter UND einen Vater, nicht das eine oder das andere. Und wenn wir schon nicht zusammen leben können, so können wir wenigstens miteinander auskommen, zum Wohle ihrer Willen und zu ihrem Vorteil.“ Während zunächst beide Elternteile das Sorgerecht für die Kinder haben, beantragt Jennifer eine Eilanordnung, um das alleinige Sorgerecht zu erhalten. Als sie Anfang 2018 eine weitere Eilanordnung beantragt, fällt dem Richter auf, dass Fotis gegen mehrere Anordnungen verstoßen hat.
Michelle – seiner Affäre und mittlerweile neuen Freundin – hat er erzählt, dass die Scheidung einvernehmlich gewesen sei und es keine Streitigkeiten gäbe. Wenn er sich mit seinen Kindern getroffen hat, sind Michelle und ihre Tochter oft dabei gewesen, was ein Verstoß gegen die richterlichen Anordnungen ist. Der Richter gibt daraufhin an, dass Fotis „nur seine eigenen Interessen verfolgen und die Auswirkungen seiner Handlungen auf seine Kinder vollständig missachten würde“.
Er beschließt daher, dass Fotis seine Kinder nicht mehr allein sehen darf mit der Begründung, es bestehe „eine unmittelbare und gegenwärtige Gefahr psychischer Schäden für die Kinder, wenn sie uneingeschränkten und unüberwachten Kontakt mit dem Angeklagten haben, sowie die Gefahr körperlicher Gefahr.“ Im Februar 2018 verklagt Jennifers Mutter, Gloria Farber, Fotis wegen unbezahlter Kredite. Er schuldet der Familie noch 1,7 Millionen Dollar, die Jennifers Vater ihm geliehen hat. Vor Gericht wird beschlossen, dass er das Geld vollständig zurückzahlen muss.
Im März 2018 wird Jennifer das alleinige physische Sorgerecht zugesprochen. Das gesetzliche Sorgerecht teilen sie sich weiterhin. Das bedeutet, dass die Kinder ausschließlich bei Jennifer leben, aber er bei Entscheidungen ein Mitbestimmungsrecht hat und informiert werden muss. Außerdem werden Fotis ein überwachtes Besuchsrecht und überwachte Telefonate gewährt. Jennifers Leben wendet sich von nun an endlich wieder zum Guten. Sie ist wieder glücklich und sorglos und unternimmt viel mit Freunden. Fotis wiederum stürzt in den nächsten Monaten immer weiter ab, bis er eines Tages beschließt, auch Jennifers Glück endgültig zu zerstören.
Das Verschwinden von Jennifer Dulos
Als Fotis die Kontrolle über Jennifer und seine Kinder verliert, scheint er nach und nach auch die Kontrolle über sein eigenes Leben zu verlieren. Er verschuldet sich immer weiter, bis ihm schließlich sieben Millionen Dollar fehlen, die er nicht zurückzahlen kann. Sein Unternehmen kann er nur noch über Vorschüsse finanzieren und langsam wird ihm klar, dass er nicht weiß, wie er seine Schulden je zurückzahlen soll. Wenn er das Sorgerecht zurückerlangen würde, hätte er Zugriff auf die Treuhandfonds seiner Kinder, was all seine Probleme schnell lösen würde. Aus diesem Gedanken heraus entwickelt sich in Fotis' Kopf nach und nach ein Plan. Am 22. Mai 2019 sieht er seine Kinder bei einem beaufsichtigten Besuch im Garten von Jennifers Haus in New Canaan. Jennifers Nanny und Freundin Lauren Almeida berichtet später, dass Fotis sich ursprünglich mit den Kindern in einem Park zum Picknick treffen wollte. Laut ihm habe der Park aber bereits früh geschlossen, weswegen er stattdessen zu Jennifer nach Hause gekommen ist. Jennifer selbst gefällt das gar nicht. Sie verbietet ihm das Haus zu betreten und verriegelt die Hintertür. Bei einer späteren DNA-Untersuchung findet man auf dem Knauf der Tür Fotis' Fingerabdrücke. Er hat also an diesem Tag versucht, gegen Jennifers Willen das Haus zu betreten.
Der 24. Mai 2019 beginnt für Jennifer bereits sehr stressig. An diesem Tag muss sie von New Canaan nach Manhattan zu einem Arzttermin fahren, nur um am Nachmittag mit ihren Kindern erneut dorthin zum Kieferorthopäden zu fahren. Aber zuerst muss sie ihre fünf Kinder für die Schule fertig machen. Die beiden ältesten Jungen sind Zwillinge und zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt. Die beiden mittleren Kinder sind ebenfalls Zwillinge und 10 Jahre alt und ihre jüngste Tochter ist gerade einmal acht Jahre alt.
Gegen acht Uhr morgens wird Jennifer dabei gesehen, wie sie ihre Kinder an der New Canaan Country School, einer nahegelegenen Privatschule, absetzt, und fünf Minuten später zeichnet die Überwachungskamera eines Nachbarn auf, wie sie wieder zurück nach Hause kommt. Jennifer fährt mit dem Auto in ihre Garage, das Tor schließt sich hinter ihr und in diesem Moment scheint sie spurlos zu verschwinden. Bei ihrem Arzttermin um elf Uhr erscheint sie nicht.
Am Abend gegen 19 Uhr melden zwei Freunde, darunter ihr Kindermädchen Lauren, die fünffache Mutter als vermisst. Das Umfeld von Jennifer macht sich Sorgen um sie. Sie können sie nicht erreichen, und es ist sehr untypisch für sie zu verschwinden, ohne Bescheid zu geben, wo sie ist. Lauren, die die Kinder zuvor von der Schule abgeholt hat, ist kurz darüber verwundert gewesen, dass Jennifers Handtasche auf dem Boden zwischen dem Eingangsbereich und der Küche lag, während eine ungeöffnete Packung Müsliriegel und eine Tasse Tee auf der Küchentheke standen. Erst als sie merkt, dass die Hintertür unverschlossen ist und als sie Jennifer nicht erreichen kann, beginnt sie sich große Sorgen zu machen. „Mein erster Gedanke war, dass Fotis etwas getan hat.“
Lauren erzählt der Polizei von einem weiteren seltsamen Ereignis am Vormittag. Sie berichtet, dass sie in die Speisekammer gegangen sei, um eine neue Küchenrolle zu holen. Dabei sei ihr aufgefallen, dass nur noch zwei Rollen übrig sind, obwohl sie erst am Vorabend ein neues 12er-Pack in die Speisekammer gelegt habe. „Ich saß da und fragte mich, was passiert war, dass sie letzte Nacht 10 Rollen Papiertücher benutzt haben.“ Sie erzählt auch, dass es komisch sei, dass Jennifers Chevrolet fehlt und ihr Range Rover in der Garage steht. Ursprünglich hätte sie nämlich geplant, diesen zu nutzen, um zum Arzt zu fahren.
Während die Polizei zu diesem Zeitpunkt noch ein freiwilliges Verschwinden in Betracht zieht, ist sich Jennifers näheres Umfeld bereits sicher, dass Fotis etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben muss.
Die Ermittlungen
Als Jennifers Haus durchsucht wird, finden die Ermittler Blutspritzer auf dem Boden, der Tür, an einer Wand in der Garage sowie an der Außenseite des Range Rovers. In der Küche wird Blut am Wasserhahn entdeckt. DNA-Analysen ergeben, dass das Blut fast ausschließlich von Jennifer stammt. Einzig und allein das Blut am Wasserhahn stammt sowohl von ihr als auch von Fotis. Offensichtlich wurde versucht, das Blut zu entfernen, was erklären könnte, wofür die vielen Rollen Küchenrolle verwendet wurden.
Auswertungen der Überwachungsaufnahmen der Nachbarschaft zeigen, wie ihr Chevrolet um 10:25 Uhr die Garage verlässt. Am selben Abend werden Fotis und Michelle dabei gefilmt, wie sie gegen 19:30 Uhr zahlreiche Müllsäcke in 30 verschiedene Mülltonnen in Hartford werfen. Die Polizei kann die Müllsäcke größtenteils sicherstellen. In ihnen werden blutverschmierte Kleidungsstücke, Kabelbinder, zwei Regenponchos und blutverschmierte Reinigungsartikel gefunden. Auch dieses Blut lässt sich Jennifer zuordnen. Auf einem der Müllsäcke sowie auf der Innenseite eines sich darin befindenden Handschuhs kann man Fotis' DNA sicherstellen.
Aufgrund der Menge an Blut kommt der leitende Rechtsmediziner Dr. James R. Gill schnell zu dem Ergebnis, dass Jennifer „nicht überlebbare“ Verletzungen erlitten haben muss, weswegen der Fall als Mord eingestuft wird. Er vermutet, dass Jennifer erschlagen oder erstochen wurde und bezeichnet ihren Tod als „Gewaltmord“. Ihren Chevrolet findet man später am Straßenrand in der Nähe des Waveny Parks in New Canaan, fast fünf Kilometer von ihrem Wohnhaus entfernt. Die Lichter des Wagens sind eingeschaltet und auf der Beifahrerseite befinden sich Blutspritzer. Eine Überwachungskamera konnte aufzeichnen, dass in unmittelbarer Nähe zu dem Chevrolet ein roter Toyota geparkt hatte. Der Truck lässt sich Pawel Gumienny, einem Projektmanager aus Fotis' Unternehmen, zuordnen.
Die Beweise sind erdrückend. Fotis zeigt sich bei der Polizei wenig kooperativ. Er scheint nicht interessiert daran zu sein, bei Jennifers Verschwinden zu helfen. Er gibt jedoch sofort bereitwillig sein Handy zur Überprüfung ab und kann zunächst auch ein Alibi vorweisen. Michelle und sein langjähriger Freund und ehemaliger Anwalt Kent Mawhinney geben an, den Tag mit ihm verbracht zu haben. Michelle sei mit ihm aufgestanden und habe mit ihm Sex gehabt, bevor sie ihre Tochter zur Schule gefahren habe.
Als sie zurückkam, habe sie Fotis und Kent im Büro zuhause gesehen. Kurz darauf telefonierte Fotis nachweislich mit einem Freund aus Griechenland von seinem Festnetztelefon aus. Wenn die Aussagen von Kent und Michelle stimmen würden, wäre es für Fotis unmöglich gewesen, kurz darauf im 110 Kilometer entfernten New Canaan zu sein und Jennifer zu töten. Michelle berichtet später, dass sie zusammen zu einer knapp drei Kilometer entfernten Immobilie von Fotis gefahren seien, um diese zu reinigen. Dafür hätten sie einen Staubsauger, einen Mopp, Müllsäcke und viele Papiertücher benötigt.
Am 1. Juni 2019 werden Fotis und Michelle wegen Manipulation von Beweismitteln und Behinderung der Strafverfolgung verhaftet. Die Kinder von Fotis leben von da an bei Jennifers Mutter, die vorübergehend das Sorgerecht erhält. Er und Michelle plädieren auf nicht schuldig und werden einige Zeit später wieder aus der Haft entlassen. Fotis' Anwalt Norm Pattis behauptet, Jennifer habe ihr Verschwinden inszeniert, ähnlich wie in dem Film „Gone Girl“. Auf diese Vermutung kommt er wegen eines düsteren Romans, den Jennifer vor 17 Jahren verfasst hat. Norm Pattis behauptet auch gegenüber der New York Post, dass Jennifer „ihr ganzes Leben mit einer Heroinabhängigkeit gekämpft“ habe und „eine mysteriöse Krankheit und schwere psychische Probleme“ gehabt habe. Es wird sogar behauptet, dass sie viele Jahre unter falschem Namen gelebt habe und Pattis zieht sogar eine „Rache-Selbstmord-Hypothese“ in Betracht.
Die Theorien des Anwalts erweisen sich jedoch als unhaltbar, als im August 2019 Fotis' Handy ausgewertet wird. Die Ergebnisse sprechen klar gegen ihn. Textnachrichten beweisen, dass der Anruf aus Griechenland abgesprochen war und dass er auch mit Kent zuvor ein Alibi vereinbart hat. Es können auch Notizen in Fotis' Haus sichergestellt werden, auf denen Michelle und er ihre Aktivitäten festhalten, die sie angeblich am Tag von Jennifers Verschwinden gemacht haben.
Daraufhin ändert Michelle bei der Polizei ihre gesamte Geschichte. Sie berichtet, dass Fotis an diesem Morgen nicht zuhause gewesen sei und dass sie selbst den Anruf aus Griechenland entgegengenommen habe. Die Notizen hätten sie erstellt, um sich besser an ihre vermeintlichen Aktivitäten erinnern zu können. Sie gesteht auch, die Beifahrerin auf den Videoaufnahmen gewesen zu sein, die zeigen, wie sie und Fotis die Müllsäcke mit den blutigen Beweismitteln entsorgen. Allerdings sagt sie, dass sie gar nicht genau mitbekommen habe, was Fotis da mache, da sie die ganze Zeit über am Telefon gewesen sei.
Michelles Anwalt behauptet, dass sie nie bei der Polizei gelogen habe. Englisch sei nicht ihre Muttersprache und die Polizei habe ihre Aussagen lediglich verdreht. Im Oktober 2019 zieht sie mit ihrer Tochter aus Fotis' Haus in Farmington aus. Auch Kent gibt schließlich zu, dass er sich zwar mit Fotis für den Tag verabredet hatte, aber dass dieser nicht zuhause gewesen sei. Pawel Gumienny, dessen Auto in der Nähe von Jennifers Auto gesehen wurde, sagt aus, dass sich Fotis am 29. Mai sein Auto ohne sein Wissen und seine Zustimmung ausgeliehen habe, während er selbst bei einem Job gewesen sei.
Fotis habe ihn dann gedrängt, die Sitze auszutauschen, was er schließlich auch tat. Allerdings habe er die alten Sitze aufbewahrt, falls „die Polizei sie jemals haben wolle“. Bei einer Untersuchung der Sitze finden die Beamten tatsächlich Jennifers DNA. Er sagt außerdem aus, dass Fotis ihn darum gebeten habe, sein altes französisches Kinderfahrrad zu reparieren. Er tat das, und nach Jennifers Verschwinden habe das Fahrrad nicht mehr in der Garage gestanden. Mit dem Fahrrad hätte Fotis sich unauffälliger zu Jennifers Haus bewegen können. Dazu passt auch, dass man in einem der Müllsäcke, die Fotis entsorgt hat, die Plakette eines französischen Fahrrads gefunden hat.
Und tatsächlich zeichnen die Überwachungskameras der Nachbarschaft am Morgen von Jennifers Verschwinden einen Fahrradfahrer auf. Er trägt dunkle Kleidung und eine tief ins Gesicht gezogene Kapuze. Stunden später zeigt eine weitere Aufnahme Pawels Auto an einem Rastplatz in New Canaan, auf den Bildern kann man erkennen, dass sich auf der Rückbank des Wagens ein Fahrrad befindet. Die erste Aufnahme von Pawels Wagen zeigt, wie sein Auto um 05:35 Uhr von Fotis' Immobilie in Farmington, die er angeblich reinigen wollte, abfährt. Um 12:30 Uhr sieht man, wie das Auto dorthin zurückkehrt. Laut den Ermittlern wäre Fotis somit genug Zeit geblieben, um mit dem Wagen nach New Canaan zu fahren, am Waveny Park zu parken, die knapp fünf Kilometer bis zu Jennifers Haus mit dem Fahrrad zu fahren, ihr in der Garage aufzulauern und sie dort zu töten, die Garage zu säubern, ihre Leiche und die blutigen Beweise in ihr eigenes Auto zu legen und es zum Waveny Park zu fahren, dort das Auto zu wechseln und dann nach Farmington zurückzukehren.
Die Polizei hat außerdem durch ein Überwachungsvideo zwei Nummernschilder gefunden, die Fotis in einem Gully abgelegt hat. Die Zahlen und Buchstaben auf den Nummernschildern wurden mit Klebeband verändert. Im Original lassen sie sich jedoch auf ein von Fotis zugelassenes Auto zurückführen. Von Jennifer selbst fehlt weiterhin jede Spur. Es wurden Hubschrauber, Hundestaffeln und Taucher eingesetzt und sowohl New Canaan als auch die Immobilie von Fotis in Farmington abgesucht. Aber alle Suchmaßnahmen bleiben erfolglos. Ihr Handy ist seit ihrem Verschwinden ausgeschaltet, und ihre Kreditkarte wurde nie wieder benutzt.
Im Oktober 2020 beantragt ihre Familie, sie rechtlich für tot erklären zu lassen. Fünf Monate später wird der Antrag abgelehnt, da dafür eine erforderliche Frist von sieben Jahren verstreichen muss. Im Oktober 2023 gibt ein anderes Gericht einem erneuten Antrag statt, da Jennifers Mutter, die zu diesem Zeitpunkt der Vormund ihrer Kinder ist, in einem so fortgeschrittenen Alter ist, dass nicht sicher ist, ob sie noch lange genug leben würde, damit die Kinder Jennifers Nachlass erben können.
Vor Gericht
Nachdem alle Beweise zusammengetragen wurden, wird Fotis am 07. Januar 2020 verhaftet und wegen Mordes, Totschlags und Entführung angeklagt. Kent und Michelle werden am gleichen Tag verhaftet und wegen Verschwörung zum Mord angeklagt. Fotis hinterlegt eine Kaution in Höhe von sechs Millionen Dollar und wird unter Hausarrest zunächst entlassen. Am 28. Januar soll er wieder vor Gericht erscheinen. Jennifers Familie gibt nach Fotis' Verhaftung eine kurze Erklärung ab: „Obwohl wir erleichtert sind, dass das Warten auf diese Anklagen vorbei ist, gibt es für uns kein Gefühl des Abschlusses. Nichts kann Jennifer zurückbringen. Wir vermissen sie jeden Tag und werden für immer um sie trauern.“
Michelle sagt in einer veröffentlichten Erklärung, dass es ein Fehler gewesen sei, Fotis zu vertrauen, dass sie aber nicht wisse, was mit Jennifer geschehen sei oder wo sie sich befinde. Auch sie wird auf Kaution freigelassen und soll am 06. August wieder vor Gericht erscheinen. Kent – der Anwalt, der Fotis ein Alibi gegeben hat – hatte große Eheprobleme. Seine Frau ist zur Polizei gegangen und hat den Beamten gesagt, dass sie befürchte, dass Fotis und ihr Mann zusammenarbeiten würden, um ihr etwas anzutun. Nach Jennifers Verschwinden findet man auf einem abgelegenen Grundstück von Kent ein flaches Grab, gefüllt mit zwei Säcken Kalk und einer blauen Plane. Kurz darauf werden die Säcke und die Plane von jemandem entfernt. Die Polizei vermutet, dass Kent und Fotis die Abmachung hatten, sich gegenseitig beim Mord an ihren Frauen zu helfen.
Nachdem seine Kaution von zwei Millionen Dollar auf 246.000 Dollar reduziert wird, wird auch Kent im Oktober 2020 freigelassen. Fotis erscheint nicht wie vereinbart am 28. Januar zu seiner Anhörung. Die Polizei fährt zu ihm nach Hause und findet Fotis in seinem Auto bewusstlos vor. Er hat sich in seiner Garage mit Kohlenmonoxid vergiftet. Bei ihm findet man eine Notiz, auf der er geschrieben hat, dass er nichts mit Jennifers Verschwinden zu tun habe und dass auch Michelle und Kent unschuldig seien. „Ich weigere mich, auch nur eine weitere Stunde im Gefängnis zu verbringen für etwas, mit dem ich NICHTS zu tun habe. (…) Bitte lassen Sie meine Kinder wissen, dass ich sie liebe und alles tun würde, um bei ihnen zu sein, aber leider haben wir alle unsere Grenzen.“ Am 30. Januar verstirbt Fotis aufgrund der Vergiftung im Krankenhaus.
Seine Kinder haben ihn vor seinem Tod noch einmal im Krankenhaus besucht. Sie leben bis heute in Manhattan, und laut ihrem ehemaligen Kindermädchen Lauren geht es ihnen allen mittlerweile gut. Lauren ist für sie mittlerweile fast zu einer Mutter geworden. Alle Kinder haben ein sehr enges Verhältnis zu ihr.
Der aktuelle Stand
Michelle und Kent stehen weiterhin vor Gericht und plädieren beide auf nicht schuldig. Aufgrund von Corona verzögern sich die Prozesse der beiden um einige Monate. Fast fünf Jahre nach Jennifers Verschwinden kommt es am 01. März 2024 schließlich zu einer Verurteilung. Michelle wird in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Gericht geht davon aus, dass sie mit Fotis zusammengearbeitet hat, um Jennifer zu töten, und dass sie ihm bewusst dabei geholfen hat, Beweise verschwinden zu lassen. Am 31. Mai 2024 tritt sie ihre Haft an. Wenn die Strafen für die einzelnen Anklagepunkte gleichzeitig abgegolten werden, drohen ihr bis zu 20 Jahre Haft. Werden sie nacheinander verhängt, würde sich das auf 50 Jahre summieren.
Ihr Verteidiger Jon Schoenhorn sagt, dass ihre Verurteilung auf Spekulationen und Vermutungen beruhe: „Ich verstehe wirklich nicht, wie die Geschworenen zu diesem Urteil kommen konnten. Wir werden anfechten, ob der Prozess Fehler enthielt, die überdacht werden sollten, und wenn dies nicht vor diesem Gericht geschieht, werden wir zum Berufungsgericht oder zum Obersten Gerichtshof gehen.“ Michelles Eltern sind verzweifelt. Ihr Vater sagt: „Ich kam vor vielen Jahren in dieses Land auf der Suche nach Möglichkeiten, Freiheit und Gerechtigkeit. Und ich habe meine ganze Familie hierhergebracht, ich habe acht Enkelkinder, die Amerikaner sind. Und heute sind wir hier, am Boden zerstört, weil es im Prozess gegen meine Tochter eine enorme Ungerechtigkeit gegeben hat. Sie ist unschuldig, und wir werden das immer wieder beweisen.“ Und ihre Schwester Claudia fügt unter Tränen hinzu: „Ich weiß, dass alle Antworten wollten, ich weiß, dass man heute vielleicht froh ist, dass sie endlich verurteilt wurde, oder dass jemand den Preis dafür bezahlt. Aber sie ist nicht die Richtige.“
Lauren Almeida verlässt das Gericht lächelnd. Sie ist froh, dass Jennifer endlich ein bisschen Gerechtigkeit widerfahren ist. Sie ist bis heute immer für Jennifers Kinder da. Leben tun diese immer noch bei ihrer mittlerweile 88-jährigen Großmutter. Die Familie hofft, dass Jennifers Fall irgendwann noch einmal neu aufgerollt wird und man ihre Leiche findet, damit sie alle endlich Frieden finden können. Das Urteil von Kent Mawhinney steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Wenn es dazu etwas Neues gibt, werde ich euch darüber auf meinem Zweitkanal Insolito Crime News updaten.
Im Mai 2021 wurde im Senat von Connecticut einstimmig ein neuer Gesetzesentwurf angenommen. „Jennifers Law“, zu Deutsch „Jennifers Gesetz“, ist nach Jennifer Dulos und Jennifer Magnano, einem weiteren Opfer häuslicher Gewalt, benannt. Das Gesetz erweitert die Definition von häuslicher Gewalt auf Zwangskontrolle. Das bedeutet, dass bedrohliche, erniedrigende oder einschüchternde Handlungen, die einer Person schaden und ihr die Freiheit nehmen, nun als häusliche Gewalt angesehen werden, so die Behörden. Das Gesetz richtet außerdem ein neues Programm ein, um Rechtsbeistand für Opfer häuslicher Gewalt zu bieten, die einstweilige Verfügungen beantragen. Opfer häuslicher Gewalt können nun von zu Hause aus in Gerichtsverfahren aussagen, die Maßnahmen wie einstweilige Verfügungen betreffen.
In einem Blogbeitrag von 2012 hat Jennifer über ihre Wünsche für ihre Kinder geschrieben: „Ich hoffe für die Kinder auf: Selbstwert, Würde, Lachen nicht auf Kosten von anderen. Und auch Freude, Ruhe und Frieden.“ Die letzten Jahre waren sehr hart für Jennifers Kinder. Es bleibt zu hoffen, dass ihre Wünsche von damals mittlerweile in Erfüllung gehen konnten.
Epilog
Und damit sind wir am Ende des heutigen Videos angelangt. Wenn es ein Update in diesem Fall gibt, werde ich euch darüber auf meinem Zweitkanal Insolito Crime News informieren. Wie ist eure Meinung zu diesem Fall? Schreibt mir dazu gerne einen Kommentar. Damit unterstützt ihr auch gleichzeitig diesen Kanal. Wenn ein Video kurz nach dem Upload viel Interaktion erhält, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch Leuten vorgeschlagen wird, die Insolito noch nicht abonniert haben. Denkt auch daran, den Kanal zu abonnieren und die Glocke zu aktivieren. Wenn ihr möchtet, könnt ihr mir auch auf Instagram folgen oder meinem Discord beitreten. Die Links dazu findet ihr in der Videobeschreibung. Und wenn ihr meine Videos zukünftig unzensiert und ohne Werbung anschauen möchtet, könnt ihr das tun, indem ihr mich bei Patreon unterstützt. Die Links dazu findet ihr ebenfalls in der Videobeschreibung. Ansonsten bleibt nicht mehr viel zu sagen. Ich bedanke mich fürs Zuschauen und wünsche euch noch einen schönen Morgen, Mittag oder Abend, je nachdem, wann ihr das Video schaut. Wir sehen uns beim nächsten Video wieder. Bis dahin. Ciao Leute.
Quellen
- Murder of Jennifer Dulos Wikipedia (englisch)
- Jennifer Dulos disappearance: 4 years later, questions remain as family pursues justice Stamford Advocate, 2023
- Jennifer Dulos case 'finally moving forward' for family 4 years after disappearance Stamford Advocate, 2023
- Today Marks 4 Years Since Jennifer Dulos Disappeared nbcconnecticut.com, 2023
- Jennifer Dulos’ Killer Cleaned The Crime Scene, But The Evidence Still Pointed To 1 Suspect HuffPost, 2023
- Kent Mawhinney, charged in Jennifer Dulos disappearance, has case put on trial list Stamford Advocate, 2022
- Jennifer Dulos missing: Mom's body was in truck driven by estranged husband Fotis Dulos, his girlfriend Michelle Troconis says CBS News, 2019
- Fotis Dulos’ first marriage to Hilary Aldama ended quickly, amicably courant.com, 2019
- Fotis Dulos, Charged With Killing His Wife, Jennifer, Attempts Suicide The New York Times, 2020
- Michelle Troconis Issues Statement on Disappearance of Jennifer Dulos nbcconnecticut.com, 2020
- Jennifer Dulos: Inside the Turbulent Marriage of the Missing Connecticut Mother of 5 The New York Times, 2019
- A Connecticut mystery 1 year later: A timeline of the Jennifer Dulos, Fotis Dulos case ABC News
