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Mijas, Andalusien, 2008

Amy Fitzpatrick

Eine 15-Jährige kommt am Neujahrstag 2008 nie bei ihrer Familie in Mijas an

Lesezeit etwa 23 Minuten

Worum es geht

Die 15-jährige Irin Amy Fitzpatrick lebt mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihrem Bruder in der spanischen Küstenstadt Mijas und kann sich dort nicht heimisch fühlen. Am Abend des Neujahrstags 2008 verabschiedet sie sich von ihrer Freundin Ashley und kommt nicht mehr bei ihrer Familie an. Zunächst geht die Polizei von einer Ausreißerin aus, doch Ungereimtheiten um ein Handy und einen Einbruch beim Anwalt der Familie lassen Zweifel an dieser Annahme wachsen. Mehrere Theorien suchen nach einer Erklärung, während die Familie in den Jahren danach weitere Schicksalsschläge trifft. Bis heute ist Amys Schicksal ungeklärt.

Mijas an der Costa del Sol
Mijas an der Costa del Sol. Foto: No machine-readable author provided. Zivax assumed (based on copyright claims)., CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons.

Intro

Die 15-Jährige Amy Fitzpatrick hat es nicht leicht. Nicht nur muss sie mit den typischen Problemen einer Teenagerin fertig werden. Sie muss auch noch mit ihrer Mutter und ihrem neuen Freund nach Spanien auswandern. Für einige mag das wie ein wahrgewordener Traum klingen: das Meer direkt vor der Haustür, immer gutes Wetter und ein Wohnort, an dem andere nur einen kurzen Urlaub verbringen.

Doch für Amy entwickelt sich das Leben in Spanien immer mehr zu einer großen Belastung. Aber zurück in die Heimat nach Irland zu gehen, kommt für Amys Mutter Audrey und ihren Freund David nicht infrage. Also bleibt der 15-Jährigen nichts anderes übrig, als sich möglichst gut in Mijas einzuleben.

Mit der Zeit lernt Amy die Stadt in Südspanien gut kennen. Sie und ihre Freundin Ashley verbringen beinahe jede freie Minute zusammen, besuchen sich gegenseitig und kennen die Schleichwege der Küstenstadt. Sie gehen diese Wege viele hunderte, vielleicht sogar tausende Male. Doch als Amy sich am Neujahrstag 2008 von Ashley verabschiedet, wird ihr Weg sie nicht nach Hause führen. Amy Fitzpatrick ist verschwunden – und wird bis zum heutigen Tage nicht wieder auftauchen.

Zunächst geht die Polizei davon aus, dass die Teenagerin abgehauen ist. Vielleicht hatte sie das Leben in Malaga einfach satt. Vielleicht hatte sie nicht länger Lust auf die ständigen Streitereien mit ihren Eltern und hat Reißaus genommen.

Aber mit der Zeit stellt sich heraus, dass in Mijas längst nicht alles so friedlich zugeht, wie es scheint. In der Stadt gibt es Geheimnisse – und hinter einem dieser Geheimnisse könnte sich die Antwort auf die Frage befinden, der wir heute auf den Grund gehen.

Was ist mit der 15 Jahre alten Amy Fitzpatrick geschehen?

Der Traum der Anderen

Amy hat einen älteren Bruder namens Dean. Ihre Eltern heißen Audrey und Christopher. Zunächst leben sie zu viert in der irischen Hauptstadt Dublin. Doch Audrey und Christopher trennen sich. Schon bald lernt Audrey einen neuen Mann kennen. David Mahon ist ebenfalls Ire. Amy mag ihren Stiefvater nicht besonders. Das ändert sich auch nicht, als Amy und Dean 2004 mit ihrer Mutter und David nach Spanien auswandern. Zunächst hat Audrey den Kindern erzählt, sie würden dort nur ihren Urlaub verbringen. Doch David hat in der Küstenstadt Mijas ein Jobangebot erhalten.

Der Ort ist insbesondere bei britischen Auswanderern und Urlaubern sehr beliebt. David hat die Möglichkeit bekommen, dort ins Immobiliengeschäft einzusteigen. Also leben Amy und Dean fortan mit ihrer Mutter Audrey und ihrem Stiefvater im Süden Spaniens.

Als die Familie umzieht, ist Amy gerade 11 Jahre alt. In diesem Alter ist der ohnehin schon große Einschnitt womöglich noch gravierender. Immerhin wartet auf Amy nicht nur ein komplett neues soziales Umfeld, sondern auch eine neue Sprache und eine neue Kultur. All das fernab ihrer Familie väterlicherseits, die in Dublin zurückbleibt.

Amy fühlt sich in Malaga einsam . Obwohl in der Gemeinde viele andere Briten und Iren leben, kann sie sich unmöglich zuhause fühlen. Sie verbringt so viel Zeit wie möglich außerhalb ihres Elternhauses. Unter anderem, weil ihr Verhältnis zu Dave nach wie vor angespannt ist. Auch mit ihrer Mutter Audrey hat Amy immer wieder Ärger.

In ihren persönlichen Notizen verarbeitet Amy ihre negativen Gefühle. Selbst vor dem Hintergrund, dass sie die folgenden Sätze als womöglich trotziges Kind geschrieben hat, sind sie besorgniserregend. Kurz nach dem Umzug nach Mijas schreibt sie in ihr Tagebuch:

„Ich rieche wie Hundescheiße, ich habe seit zwei Jahren nicht geduscht und bin vor zwei Tagen in dieses neue Haus gezogen, und es ist echt klein und noch nicht gestrichen, ich hoffe, meinen Pappkarton hier bald anzumalen.“

Ist das nur die von Wut gesteuerte Darstellung einer 11-Jährigen? Oder schreibt Amy hier tatsächlich von wirklicher Vernachlässigung, die sie zuhause erfährt? Ihre Mutter Audrey weist das später von sich. Amy habe immer ein liebendes Zuhause gehabt, sie habe sich stets um ihre Kinder gekümmert. Das Mädchen sei in der Schule allerdings gemobbt worden, das habe Amys Psyche schwer zugesetzt.

2005, ein Jahr nach dem Umzug der Fitzpatricks, geht ein Brief bei der irischen Botschaft in Madrid ein. Er wurde von der Mutter einer Klassenkameradin von Amy verfasst. Amy war bei der Mitschülerin zu Besuch gewesen, und deren Mutter war sehr besorgt. Sie nennt Amys Mutter Audrey in dem Brief „einen Fall für die Klapse“. Das Mädchen habe den starken Wunsch, wieder bei ihrem Vater zu wohnen. Weiter heißt es in dem Schreiben:

„Es ist wahrscheinlich, dass sie verschwinden wird. Amy hat Angst um ihre eigene Sicherheit. Wir brauchen etwas Schriftliches. Wir haben bei der Botschaft vorgesprochen.“

Doch die irische Botschaft unternimmt nichts. Und drei Jahre später geschieht genau das, was die Mutter der Klassenkameradin prophezeit hat. Amy Fitzpatrick verschwindet.

Silvester

Amy verbringt in Mijas viel Zeit mit ihrer Freundin Ashley Rose. Auch Ashleys Familie ist aus Großbritannien nach Malaga ausgewandert. Insbesondere im Dezember 2007 ist Amy viel bei Ashley zuhause. Denn am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte es bei ihr wieder einmal einen großen Streit gegeben.

Eigentlich hatte Audrey versprochen, mit Amy und Dean nach Irland zu fliegen. Dort wollten die Kinder ihren Vater Christopher besuchen. Aber am 26. Dezember 2007 eröffnet Audrey den Kindern, dass die Reise nicht stattfinden wird. Amy ist am Boden zerstört. Sie hat sich nichts sehnlicher gewünscht, als in Irland ihren Vater und ihre alten Freunde zu besuchen.

Weinend taucht sie an diesem Tag bei Ashley und ihrer Mutter Debbie auf. Amy sagt, David, der Freund ihrer Mutter, habe die Reise verhindert. Später sagt Audrey jedoch, sie sei es selbst gewesen, die den Trip gecancelt habe. Amys Bruder Dean hätte etwas angestellt. Als Konsequenz dessen habe sie den Kindern die Reise verboten.

Die Stimmung bei der Teenagerin ist denkbar schlecht. Es heitert sie ein wenig auf, dass sie den Jahreswechsel von 2007 auf 2008 bei Ashley zuhause verbringen darf. Die beiden Teenagerinnen passen auf Ashleys kleinen Bruder auf. Die beiden feiern das neue Jahr, schauen gemeinsam fern und chatten mit ihren Freunden. Einem Kumpel soll Amy folgende Nachricht geschickt haben: „Hab dich lieb, frohes neues Jahr. Und mach dir keine Sorgen um mich, ich habe einen Plan.“

Was für einen Plan Amy gemeint haben könnte, wissen wir nicht. Die Mädchen sind noch wach, als Ashleys Mutter Debbie gegen 1:30 Uhr am Neujahrsmorgen heimkommt. Die beiden gehen gegen 3 Uhr schlafen und stehen am 1. Januar dementsprechend erst spät auf. Da Amys eigene Klamotten schmutzig sind, leiht sie sich an diesem Tag Kleidung von ihrer Freundin Ashley aus. Sie trägt ein schwarzes Diesel-Shirt mit buntem Aufdruck und eine dunkle Jogginghose.

Am Mittag unternehmen die Mädchen einen kurzen Ausflug in die Stadt und fahren nach Fuengirola. Ashley möchte gern ein wenig shoppen gehen. Doch die Mädchen haben vergessen, dass wegen des Feiertags alle Geschäfte geschlossen sind. Also fahren sie am frühen Abend wieder zurück zu Ashley nach Hause.

Dort angekommen, fragen die beiden Mädchen Ashleys Mutter, ob Amy nicht noch eine weitere Nacht bei ihnen bleiben könnte. Doch Debbie hält das für keine gute Idee. Zu diesem Zeitpunkt ist Amy schon beinahe eine Woche bei den Roses zuhause. Immerhin ist Neujahr, also soll Amy nach Hause gehen und noch ein wenig mit ihrer eigenen Familie feiern, sagt Debbie. Ihre Mutter, ihr Stiefvater und ihr Bruder würden sicherlich schon auf sie warten.

Es ist ungefähr 22 Uhr, als die Freundinnen sich voneinander verabschieden. Amy trägt weiterhin Ashleys Kleidung und nimmt ihre Wäsche in ihrer Bershka-Tasche mit. Laut Ashley hat sie außerdem ihr pinkfarbenes Nokia-Handy bei sich, auf dem sie unterwegs immer Musik hört.

Amys Heimweg führt sie über eine geteerte Straße und einen kleinen, etwa 50 Meter langen Schotterweg. Innerhalb von nur 20 Minuten kann Amy das Haus ihrer Eltern erreichen. Nicht jedoch am 1. Januar 2008. Amy Fitzpatrick wird nie zuhause ankommen.

Spurlos verschwunden

Am nächsten Morgen erhält Amys Freundin Ashley eine Einladung von einer weiteren Freundin. Die Mädchen wollen gemeinsam ausgehen. Ashley ruft bei Amy zuhause an, um sie zu fragen, ob sie nicht auch mitkommen wolle. Doch sie kann nur Amys Mutter Audrey erreichen. Diese ist verwirrt – denn sie sagt, sie habe gedacht, Amy sei noch eine weitere Nacht bei Ashley geblieben.

Erst jetzt, am Morgen des 2. Januar, wird klar, dass Amy am Vorabend irgendetwas passiert sein muss. Ashley geht zwar mit der anderen Freundin aus, macht sich jedoch Sorgen. Normalerweise kommt Amy jeden Tag zu Ashley rüber, meist zwischen 15 und 16 Uhr am Nachmittag. Von unterwegs ruft Ashley ihre Mutter an, um zu fragen, ob Amy vielleicht aufgetaucht sei – doch leider ist Amy nicht zurück zum Haus der Roses gekommen. Auch im weiteren Verlauf des Nachmittags taucht Amy weder dort noch bei ihrer eigenen Familie auf.

Ashleys Mutter ruft daraufhin bei der Mutter von Amy an. Debbie und Audrey einigen sich darauf, dass Audrey die Polizei verständigen würde. Auf dem Rückweg von ihrem Ausflug geht Ashley noch einmal zum Haus ihrer Freundin. Sie spricht ebenfalls mit Audrey Fitzpatrick. Sie sagt, sie habe, wie mit Debbie abgemacht, die Polizei verständigt. Eine Vermisstenanzeige ist jedoch erst ab dem 3. Januar, also einen Tag später vermerkt. Amys Stiefvater Dave hat sich unterdessen auf den Weg gemacht, um eigenständig nach der verschwundenen 15-Jährigen zu suchen. Er kehrt von seiner Suche ergebnislos zurück.

Obwohl Audrey schon am 2. Januar erfährt, dass ihre Tochter nicht heimgekommen ist, wird die Polizei also erst am 3. Januar eingeschaltet. Wenn ein Mensch, insbesondere ein Kind oder ein Teenager, verschwindet, sind die ersten 24 Stunden enorm wichtig. Als die Polizei vom Verschwinden von Amy Fitzpatrick erfährt, sind diese längst verstrichen.

Amys Vater Christopher und ihre Tante in Irland erfahren nur durch Social Media vom Verschwinden der 15-Jährigen . Weder die spanische Polizei noch Amys Mutter Audrey oder ihr Freund David scheinen Amys Familie väterlicherseits informiert zu haben.

Zwar nimmt die Polizei Amys Verschwinden ernst – sie geht jedoch nicht von einem Verbrechen aus. Amys Heimweg wird abgesucht. Dabei finden die Ermittler keinen Hinweis darauf, dass dort ein Kampf oder Ähnliches stattgefunden habe. Also gehen sie vorerst davon aus, dass Amy von zuhause weggelaufen ist.

Immerhin hatte sie ein paar Probleme mit ihrer Familie. Erst am 2. Weihnachtsfeiertag war sie ja enorm wütend, weil sie nicht nach Irland fliegen durfte. Die Polizei scheint zu vermuten, Amy sei im jugendlichen Leichtsinn weggerannt und würde bald wiederkommen.

Moderatorin: „Seitdem Amy verschwunden ist, steht ihr im Rampenlicht der Medien. In der Presse hieß es, sie sei unglücklich gewesen und oft weggelaufen. Könnt ihr uns, da ihr jetzt hier seid, erzählen, wie ihr Leben vor ihrem Verschwinden gewesen ist?“

Audrey: „Sie wollte zurück nach Irland. Das war der Plan. Sie hat geplant, zu ihrem 16. Geburtstag zurückzukehren, der im Februar war. Sie hat mit ihrer Großmutter Abmachungen gehabt. Sie hat auch zu ihren Freunden gesagt, dass sie zurückkommen will. Sie wollte letztendlich zurück, aber es war nun mal so, dass ihr Zuhause in Spanien war und sie erst 15 war. Also musste sie bleiben, bis sie alt genug war, um ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, wissen Sie?“

Diese Annahme bekommt schnell erste Risse – denn auch in den darauffolgenden Tagen und Wochen kommt Amy nicht zurück nach Hause. Obwohl sie am Tag ihres Verschwindens ein Handy dabei hatte, meldet sie sich weder bei ihren Freundinnen noch ihrer Familie. Überhaupt gibt es keinen einzigen Hinweis darauf, was mit Amy Fitzpatrick passiert sein könnte.

Aus den Monaten werden Jahre, die junge Amy Fitzpatrick bleibt weiter vermisst. Die Polizei geht nicht länger von einem freiwilligen Verschwinden, sondern von einem Verbrechen aus.

Moderatorin: „Glaubt ihr, dass sie – wo auch immer sie jetzt ist – freiwillig gegangen ist?“

Audrey: „Ich weiß nicht. Wir wollen daran glauben, dass sie weggelaufen ist, weil das das beste Szenario ist.“

Dave: „Das ist das Beste.“

Audrey: „Das wäre das Beste. Wenn sie einfach weggelaufen ist und das Ganze jetzt einfach alles übertrieben ist. Vielleicht hat sie jetzt Angst, zurückzukommen.“

Audrey und David treten in Talkshows auf und geben Interviews. Audrey schreibt sogar ein Buch, in dem sie über den Umgang mit dem Verschwinden ihrer Tochter schreibt. Sie engagiert auch Privatdetektive, die bei der Suche nach Amy helfen sollen. Es sind dieselben Privatdetektive, die auch für die Familie der vermissten Madeleine McCann arbeiten. Das Paar engagiert auch einen Anwalt. So wird die Kommunikation mit der Polizei erleichtert. Im Zusammenhang mit diesem Engagement kommt es allerdings zu einem merkwürdigen Zwischenfall.

Audrey und David händigen dem Anwalt Amys Handy aus – das Handy, das sie eigentlich bei sich hatte, als sie verschwunden ist. Audrey und Dave geben an, es in Amys Zimmer gefunden zu haben. Doch Ashley war sich sicher, dass Amy das Handy bei sich hatte, als sie sich auf den Heimweg machte. Sie hat der Polizei das pinkfarbene Nokia-Gerät ganz genau beschrieben. Wenn es nun aber im Haus der Fitzpatricks lag, würde das bedeuten, dass Amy vor ihrem Verschwinden noch einmal zurück nach Hause gekommen sein muss.

Tatsächlich hat Amy zwei Handys besessen. Eines mit einer irischen, eines mit einer spanischen SIM-Karte. Doch Letzteres ging wenige Wochen vor ihrem Verschwinden kaputt. Ihr Stiefvater Dave soll es während eines Streits zerstört haben. Bei dem Handy, das ihre Eltern dem Anwalt übergeben haben, muss also zweifelsfrei das sein, das Ashley am 1. Januar bei Amy gesehen haben will.

Später gibt es einen Einbruch beim Anwalt von Audrey und David. Dabei werden Amys Handy sowie Unterlagen zum Fall entwendet. Ansonsten wird nichts gestohlen. Möglicherweise verschwinden so wichtige Spuren für den Vermisstenfall. Die Daten auf Amys Handy können nun jedenfalls nicht mehr ausgewertet werden.

Zwar gibt es in den kommenden Jahren immer wieder Berichterstattungen und neue Gerüchte. Doch ein handfester Hinweis ergibt sich nicht. Amy Fitzpatrick bleibt vermisst. Die spanische Polizei stellt die Suche nach der vermissten Amy schon bald ein. Es scheint, als habe das 15 Jahre alte Mädchen sich am 1. Januar 2008 in Luft aufgelöst.

Dean

2012 ziehen Audrey und Dave gemeinsam mit Amys Bruder Dean zurück nach Irland.

Etwas mehr als fünf Jahre nach Amys Verschwinden, im Mai 2013, ereilt ein weiterer Schicksalsschlag die Fitzpatricks. Dean stirbt. Er ist gerade einmal 23 Jahre alt und Vater eines kleinen Sohnes .

In der Zeit vor seinem Tod soll er erstmals vermehrt mit anderen Menschen über das Verschwinden seiner kleinen Schwester gesprochen haben. Das berichtet unter anderem auch Christopher, der Vater von Amy und Dean. Der Bruder der Vermissten habe sogar in Erwägung gezogen, noch einmal selbst auf die Polizei zuzugehen. Möglicherweise, weil er mehr Informationen hatte.

Für seinen Tod wird ein Mann verurteilt – seiner und Amys Stiefvater, David. Dean verstirbt an einer Stichwunde. Vor Gericht behauptet David, er und Dean hätten sich um eine Wasserflasche gestritten. Dean habe ein Messer bei sich gehabt, David habe es ihm abgenommen. Ein irisches News-Portal zitiert David wie folgt : „Er ist einfach ein Trottel. Wir haben uns immer gestritten. Er hat es immer auf mich geschoben. Ich habe versucht, ihn auf den rechten Weg zu bringen. Er hat ein Messer genommen. Er hat mich schon einmal mit einem Messer bedroht, auch mit einer Pistole.“

Während einer Rangelei habe Dean sich dann selbst in den Oberkörper gestochen. Dean soll laut David suizidal gewesen sein, der Tod seines Stiefsohnes sei also entweder ein Selbstmord oder ein tragischer Unfall gewesen. Dazu soll er gesagt haben: „Ich hielt das Messer und er rannte hinein. Ich habe ihn nicht getötet. Er ist wirklich hineingelaufen.“

Dennoch soll David vom Tatort davongelaufen sein, anstatt erste Hilfe zu leisten. Während eines ersten Verhörs mit der Polizei soll David seinen Stiefsohn wiederholt einen „Bastard“ und „Drecksack“ genannt haben. Er habe zu Audrey in der Vergangenheit schon einmal gesagt, er würde Dean umbringen. Er habe es aber nicht so gemeint.

Vor Gericht sagt der zuständige Pathologe, Deans Wunde sei unüberlebbar gewesen. Das Messer sei etwa 14,5 Zentimeter tief in seine Bauchaorta eingedrungen. Es ist nicht möglich, mit vollständiger Sicherheit auszuschließen, dass Dean wirklich in das Messer gerannt ist. Laut forensischem Gutachten wären sowohl das als auch ein gezielter Stich möglich gewesen. Dennoch kauft das Gericht dem Stiefvater von Amy und Dean seine Version der Geschehnisse nicht ab. Dennoch muss David wegen Deans Tod für nur sieben Jahre wegen Totschlags ins Gefängnis.

Anders als das Gericht glaubt Amys Mutter Audrey David seine Darstellung des Falls. Sie heiratet ihn 2015 sogar. Obwohl er für den Tod ihres eigenen Sohnes verantwortlich ist. Nicht nur sie, sondern auch Vater Christopher hat nun beide Kinder verloren.

Sohn Dean wurde von seinem Stiefvater erstochen – und von Tochter Amy fehlt seit Jahren jede Spur.

Wo ist Amy?

Schon am Anfang der Dokumentation haben wir erfahren, dass Amy einige Probleme hatte . In einigen Quellen heißt es, sie habe trotz ihres jungen Alters immer wieder Alkohol getrunken und Marihuana konsumiert. Laut einiger Gerüchte soll Amy sogar von Erwachsenen als Drogenkurier eingesetzt worden sein. Weitere Male sei sie bei Deals dabei gewesen und sei mit Drogenhändlern herumgefahren. Durch die Anwesenheit eines jungen Mädchens hätten die Dealer sich vor einer möglichen Polizeikontrolle schützen wollen.

Sie sei zwar nicht in einer festen Beziehung gewesen, habe aber immer mal wieder Kontakt mit Jungs gehabt. Freundinnen sagen aus, sie sei auch oft von älteren Männern angesprochen worden.

Zwar habe sie sich Mühe gegeben, sich gut anzuziehen, doch ihre Kleidung sei in einem schlechten Zustand gewesen. Audrey und Dave hätten ihr keine neuen Kleidungsstücke gekauft und zu Weihnachten oder Geburtstagen habe Amy keine Geschenke bekommen.

Infolge der Konflikte mit ihren Eltern soll Amy schon viermal von zuhause abgehauen sein. Sie habe dann bei Freundinnen geschlafen, manchmal auch draußen auf Bänken oder in Feldern. Sie habe immer nach einer Möglichkeit gesucht, keine Zeit zu Hause verbringen zu müssen. Allerdings kam sie jedes Mal wieder zurück. Sie soll immer wieder die Schule geschwänzt haben. In den letzten drei Monaten vor ihrem Verschwinden sei sie gar nicht mehr zum Unterricht gekommen.

All das könnte bei Amy Fitzpatricks Verschwinden natürlich eine Rolle gespielt haben. Die Möglichkeiten, was der 15-Jährigen zugestoßen sein könnte, scheinen endlos. Bis heute wurde im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall Amy Fitzpatrick niemand angezeigt oder angeklagt. Es kursieren mittlerweile zahlreiche Theorien zum Fall. Einige der populärsten gehen wir jetzt gemeinsam durch.

Theorie 1: Die Ausreißerin

Die erste Theorie ist zugleich wohl die unwahrscheinlichste. Zunächst vermutet die Polizei, Amy sei von zuhause ausgerissen. Immerhin hat der Streit zwischen ihr und ihren Eltern Ende 2007 einen Höhepunkt erreicht. Knapp eine Woche später verschwindet sie. Amy fühlt sich unwohl in Spanien, ihr gelingt es nicht, sich zu integrieren. Sie hat große Sehnsucht nach ihrer irischen Heimat. Und in der Silvesternacht schreibt sie einem Freund noch im Chat, sie habe „einen Plan“.

Allerdings spricht einiges gegen die Ausreißer-These. Denn Amy hatte absolut nichts bei sich, abgesehen von ihrer schmutzigen Wäsche. Kein Essen, nichts zu trinken, kein Bargeld. Einen eigenen Pass hat die 15-Jährige laut Audrey gar nicht besessen. Selbst wenn Amy im jugendlichen Leichtsinn einen Versuch unternommen hätte, davonzulaufen: Sie wäre nicht weit gekommen.

Daher sieht auch die Polizei nach einiger Zeit ein, dass Amy Fitzpatrick mit großer Wahrscheinlichkeit einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Und das ist in ihrem Heimatort Mijas nicht allzu unwahrscheinlich. Denn im vermeintlichen Auswanderer-Paradies soll laut Zeugen so einiges nicht mit rechten Dingen zugehen.

Theorie 2: Ein Verbrechen

Nicht nur Auswanderer mit dem Traum von einem ruhigen Leben haben sich in Malaga niedergelassen. Der Ort scheint auch einige Menschen angezogen zu haben, die nichts Gutes im Schilde führen. Einer von ihnen heißt Eric Wilson, auch bekannt unter dem Namen „Lucky“. Er ist ein irischer Krimineller. Schon kurz nach Amys Verschwinden entstehen Gerüchte, er könnte etwas damit zu tun haben. Audrey und David erhalten sogar einen konkreten Tipp über Facebook. Ein Informant aus der „Unterwelt“ behauptet, ‘Lucky’ habe die 15-Jährige damals ermordet und mit der Tat geprahlt. Wilson sitzt derzeit in Spanien wegen mehrerer Tötungsdelikte im Gefängnis.

Einige Zeugen geben an, Amy in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar in einer Bar gesehen zu haben. In der Trafalgar Bar habe sie sich mit einer älteren, braunhaarigen Frau unterhalten. In anderen Berichten heißt es, Amy sei in Begleitung eines Mannes gesehen worden. Ihre Eltern halten es für möglich, dass es sich dabei um Lucky gehandelt haben könnte. Ob diese These von der Polizei weiterverfolgt wurde, ist nicht bekannt.

Auch ein anderer, nicht namentlich bekannter Krimineller wurde mit Amys Verschwinden in Verbindung gebracht. Ein Mann, der einmal mit Amy in einer Bar gesehen worden sein soll, wurde von einer Zeugin während eines Telefonats belauscht.

Der Mann soll für das Kinahan-Kartell gearbeitet haben. Das Kinahan-Kartell ist eine der größten Verbrechensorganisationen der Welt und hat seine Wurzeln in Irland. Dieses Kartell besitzt in Mijas einen Nachtclub, in dem es auch vermehrt zu sexuellen Übergriffen gekommen sein soll. Der Kinahan-Mann habe für Amy geschwärmt und soll mit einem anderen Mann darüber geredet haben, Spuren zu verwischen. Die Zeugin hat daraufhin angenommen, der Kriminelle könnte Amy ermordet haben. Sie meldet ihre Vermutung der Polizei. Doch auch aus dem Kinahan-Milieu wird nie jemand im Zusammenhang mit Amy Fitzpatrick festgenommen.

Es ist krass zu hören, was für Straftäter sich zum Zeitpunkt von Amys Verschwinden in Mijas herumtreiben. Doch hatte einer von ihnen wirklich etwas mit dem Fall zu tun? Eine weitere Spur bezüglich eines möglichen Verbrechens gibt es schon 2009, etwa anderthalb Jahre, nachdem Amy nicht zuhause angekommen ist. Damals erhält Audrey einen verstörenden Anruf.

Am Telefon meldet sich ein Mann, der mit einem in Anführungszeichen „afrikanischen“ Akzent spricht. Er sagt, er habe Amy entführt. Sie würde in Madrid festgehalten werden. Audrey wird nun aufgefordert, eine Lösegeldsumme in Höhe von 500.000 Euro zu zahlen. Die Polizei verfolgt diese Spur. Doch der Anruf kam von einer Prepaid-Nummer und lässt sich somit nicht zurückverfolgen. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich um einen geschmacklosen Scherz handelte.

Eine weitere Spur führt die Ermittler zu einem Freund von Amys Stiefvater Dave. Er heißt Richard und arbeitet in einer Bar, in der Audrey und Dave oft zu Gast sind. Sein Auto soll kurz nach Amys Verschwinden als gestohlen gemeldet worden sein. Das Auto konnte nie gefunden werden. Medienberichten nach zu urteilen, untersuchte die Polizei aber die Möglichkeit, dass Amy möglicherweise Zugriff auf das Auto hatte. Bezüglich einer möglichen Verdächtigung von Richard gibt es keine Berichte.

Theorie 3: Keine Zufälle

Abschließend kommen wir zu einer Theorie, die sicherlich schon einigen von euch im Kopf herumspukt.

Schon von Beginn der Ermittlungen an laufen die Vorgänge nicht optimal. Amys Mutter Audrey meldet die 15-Jährige erst am 3. Januar vermisst. Und das, obwohl sie schon am Vortag von Ashley erfährt, dass Amy am 1. Januar auf dem Heimweg verschwunden ist.

Eines der beiden Handys von Amy hatte ihr Stiefvater David laut Ashley im Streit kaputt gemacht. Das andere lag im Haus der Familie. Das passt aber nicht dazu, dass Amy genau dieses Handy auf dem Heimweg dabei gehabt haben soll. Angenommen, Ashleys Beobachtung stimmt: Dann muss Amy am 1. Januar zuhause angekommen sein. Doch was ist dann geschehen?

Sollte sich ein Teil der Antwort auf Amys Handy befunden haben, werden wir es nicht erfahren. Bei einem Einbruch beim Anwalt von Audrey und David verschwinden Amys Handy sowie zahlreiche Akten zum Fall. Etwas anderes wird nicht gestohlen.

2013 möchte Dean sich laut seinem Vater Christopher wiederholt zum Verschwinden seiner Schwester äußern. Doch kurz darauf wird er vom Stiefvater erstochen. David behauptet, Dean sei ins Messer gerannt. Obwohl er ihren Sohn erstochen hat, heiratet Audrey David kurz darauf.

Es ist auch Davids Freund, dessen Auto parallel zu Amys Verschwinden als gestohlen gemeldet wird. In den Augen einiger Beobachter dieses Falles sind das zu viele Zufälle. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Amy eine Abneigung gegen David hatte, haben all diese Dinge einen bitteren Beigeschmack.

Auch Audreys Treue zu David, nachdem der ihren Sohn getötet hat, ist schwer nachzuvollziehen. Fakt ist aber auch: Es gibt keine polizeiliche Quelle, die David Mahon als einen Verdächtigen im Fall Amy Fitzpatrick bewertet.

Endlich Gewissheit?

Im Januar 2023 erhält die Familie Fitzpatrick einen anonymen Brief. In diesem heißt es, Amys Überreste seien an einer Pferderennbahn in Fuengirola vergraben worden. Dort hatten Amy und Ashley sich noch am Tag ihres Verschwindens gemeinsam aufgehalten. Nach den Medienberichten zum anonymen Brief finden sich jedoch keine weiteren Meldungen diesbezüglich. Womöglich war das Schreiben also keine heiße Spur.

Im Mai 2023 ist der Fall erneut in den Medien, denn in der Nähe des Ortes von Amys Verschwinden werden Überreste einer weiblichen Leiche gefunden. Zwar schätzen die Gutachter vor Ort, dass die Leiche zu einer 25 bis 30 Jahre alten Frau gehöre, aber die forensischen Untersuchungen laufen noch. Amys Vater in Irland und ihre Tante hoffen, dass es sich womöglich doch um Amy Fitzpatrick handelt, die seit nun mehr als 15 Jahren vermisst wird. Denn in der Nähe des Leichnams wurde eine Tasche gefunden, die der Tasche, die Amy am 1. Januar 2008 bei sich trug, sehr ähnelt.

So könnten sie nicht nur Gewissheit, sondern auch weitere Anhaltspunkte bekommen. Amys Tante gibt ebenfalls an, von einer anonymen Informantin immer wieder Hinweise zu Amys Verschwinden zu erhalten. Genaueres dazu ist nicht bekannt.

Auch Amys Mutter und ihr Mann David leben noch immer in Irland. Zuletzt soll David erneut mit der Justiz in Konflikt gewesen sein, nachdem er einen älteren Mann zusammengeschlagen haben soll. Er und Audrey sind noch immer verheiratet.

Outro

Für die spanischen Behörden ist der Fall Amy Fitzpatrick inzwischen zu einem Cold Case geworden. Amys Mutter Audrey gibt noch gelegentlich Interviews. Amys Vater Christopher und Amys Tante versuchen, die irischen und spanischen Behörden zur Wiederaufnahme des Falls zu bewegen. Sie wenden sich sogar an die irische Regierung und das EU-Parlament, um neue Ermittlungen zu erwirken.

Wie Christopher und seine Schwester zu der Theorie stehen, David könnte etwas mit Amys Verschwinden zu tun haben, ist nicht bekannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass kein Kontakt zwischen den beiden Parteien besteht. 2021, als David nach dem Totschlag an Dean aus dem Gefängnis entlassen wurde, nannte Amys Tante dies „verheerend“. Sie sagt, sie habe nicht das Gefühl, dass Dean Gerechtigkeit erfahren hat.

Auch Deans damaliger Freundin, die die Mutter seines Sohnes ist, macht Davids Freilassung Angst. Darüber hinaus ist auch sie der Meinung, dass Dean Geheimnisse mit ins Grab genommen hat. Sie glaubt nicht, dass er selbst etwas mit dem Verschwinden seiner Schwester zu tun hatte. Aber dass er etwas wusste. In einem Interview sagt sie dazu: „Es ist nur ein Bauchgefühl. Vielleicht hat er etwas gesehen oder gewusst. Wenn er etwas wusste, wünschte ich, er hätte mir etwas gesagt.“ Eine Entschuldigung von David für Deans Tod haben weder sie noch ihr mittlerweile 12-jähriger Sohn je erhalten.

Auch Ashley Rose, die die letzte Person ist, die Amy gesehen hat, denkt noch immer täglich an ihre verschwundene Freundin. Sie kritisiert sowohl die irische als auch die spanische Polizei. Anfang 2023 sagt die inzwischen erwachsene Ashley in einem Interview:

„Sie haben seit Jahren nichts getan. Wenn Amy Spanierin gewesen wäre oder in Irland verschwunden wäre, hätten sie alle mehr getan. Es ist nicht richtig, dass sie nicht immer noch nach ihr suchen. Sie war ein 15-jähriges Mädchen. Und sie ist meine beste Freundin“.

Der Fall Amy Fitzpatrick ist genauso verworren wie tragisch. Unabhängig davon, was passiert ist, scheint Amy ein schwieriges Leben gehabt zu haben. Ihre Eltern haben nicht nur sie auf ungewisse Weise, sondern auch ihren Sohn Dean verloren.

Die jüngsten Entwicklungen zeigen aber auch, dass sich womöglich doch noch etwas tun könnte. Wie ihr mittlerweile wisst, lade ich Updates zu aktuellen Kriminalfällen immer auf Insolito Crime News hoch. Wenn es also etwas Neues zu Amy Fitzpatrick geben sollte, erfahrt ihr es dort als Erstes. Schaut gern dort vorbei und abonniert Crime News, solltet ihr es noch nicht getan haben.

Was sind eure Gedanken zu diesem Fall? Glaubt ihr, dass Amy tatsächlich von einem der irischen Gangster ermordet wurde? Oder machen auch euch die Details hinter Amys Familiengeschichte stutzig? Ich bin gespannt auf eure Kommentare. Ganz nebenbei unterstützt ihr den Kanal durch euer Feedback auch noch. Auch ein Like oder ein Abo helfen enorm weiter. Vielen Dank schon einmal im Voraus und bis bald.

Quellen

  1. Anonymer Brief verrät, wo Amy begraben sein soll - Privatermittler: Deshalb melden sich Täter bei Opferfamilien RTL, 2023
  2. Aunt of Amy Fitzpatrick hopes remains found in Spain are missing niece Sunday World, 2023
  3. Was Amy Fitzpatrick with ‘Lucky’ on the night she went missing? Euro Weekly News, 2012
  4. Explosive claims girl missing 15 years was 'paid to go on drug runs' by 2 Brits Daily Mirror, 2022
  5. Amy Fitzpatrick 'murdered and buried by Kinahan Cartel thug's pal', witness tells Spanish cops thesun.ie, 2020
  6. The Missing Teen, The Dead Brother and The Killer Stepdad Medium, 2022
  7. Dean Fitzpatrick 'walked into knife', David Mahon told gardaí TheJournal.ie, 2016
  8. Aunt of Dean Fitzpatrick says killer Dave Mahon's release is 'devastating' Irish Mirror, 2021
  9. Partner of Dean Fitzpatrick fears their son will one day meet killer Dave Mahon Dublin Live, 2021
Fallakte
Orte
Mijas, Fuengirola, Málaga, Dublin
Region
Andalusien
Länder
Spanien, Irland
Jahr
2008
Status
Ungelöst
Fallart
Vermisstenfall, Kinder & Jugendliche, Tötungsdelikt, Familie & Partnerschaft
Personen
Amy Fitzpatrick, Ashley Rose, Audrey Fitzpatrick, David Mahon, Dean, Christopher
Lagekarte
Kartendaten: Natural Earth