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Chillicothe, Ohio, 2014–2015

Die Chillicothe Six und Neal Falls

In Chillicothe, Ohio, verschwinden 2014/15 mehrere Frauen; ein Serientäter wird vermutet.

Lesezeit etwa 13 Minuten

Worum es geht

Zwischen Mai 2014 und Oktober 2015 verschwinden im Raum Chillicothe im US-Bundesstaat Ohio mehrere Frauen, einige werden später tot aufgefunden, andere bleiben verschollen. Zunächst gehen die Behörden von Suiziden, Überdosen und Unfällen aus, doch Auffälligkeiten und Gemeinsamkeiten der Opfer nähren den Verdacht auf einen Serientäter. Das FBI beteiligt sich an den Ermittlungen, ohne einen Durchbruch zu erzielen. In diesem Zusammenhang wird immer wieder der Name Neal Falls genannt, gegen den ermittelt wurde, dem aber nichts nachgewiesen werden konnte. Ob die Fälle zusammenhängen, ist bis heute offen.

Geschäftsviertel von Chillicothe, Ohio
Geschäftsviertel von Chillicothe, Ohio. Foto: Niagara66, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons.

Intro

Wenn man durch die Straßen von Chillicothe fährt, fällt einem vermutlich als Erstes die schöne Architektur der Häuser ins Auge. Die Kleinstadt in den Bergen strahlt etwas Friedliches und Ländliches aus. Angezogen von diesem Charme zog es in den letzten Jahren zahlreiche junge Paare oder Familien nach Chillicothe, die dort ihr Zuhause fanden. Doch zahlreiche Schlagzeilen in Zeitungen und Fernsehen überschatteten die Idylle, als plötzlich einige Frauen in Chillicothe verschwanden. Manche von ihnen tauchten kurz darauf leblos wieder auf, andere blieben verschwunden. Zunächst ging man von Selbstmorden und tragischen Unfällen aus, doch wenn man einen genaueren Blick auf die Vermisstenfälle wirft, fällt einem ein Muster auf. Kleine Auffälligkeiten, die im Einzelfall bedeutungslos, doch in der Masse sonderbar erscheinen. Spuren. Spuren, die auf etwas viel Grausameres hindeuten. Treibt hier vielleicht seit Jahren einer der perfidesten Serienmörder sein Unwesen, der so gut ist, dass er keinerlei Spuren hinterlässt? Zumindest fast keine…

Die Vermisstenfälle

Tameka Lynch

Chillicothe ist eine bergige Kleinstadt in Ohio. Columbus, die Hauptstadt von Ohio, ist ungefähr eine Stunde Autofahrt von Chillicothe entfernt. Chillicothe selbst zählt rund 21.000 Einwohner, von denen die meisten vermutlich ein ruhigeres Leben bevorzugen. Dazu hat auch Tameka Lynch mit ihrer kleinen Familie gezählt. Ihr Verschwinden ist der Beginn von zahlreichen mysteriösen Todesfällen.

Die 30-jährige Tameka Lynch lebte mit ihren drei Kindern und ihrem Mann Jeremi in Chillicothe. Am 20. Mai 2014 wurde Tameka von ihm als vermisst gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ihr Mann sie bereits seit vier Tagen nicht mehr gesehen. Hier kam es direkt zu Beginn zu einigen verworrenen Aussagen. Jeremi sagte aus, dass sich Tameka am Abend des 16. Mai mit einem Mann bei einem Schnellrestaurant getroffen habe, um von diesem Geld zu bekommen. Der Mann hätte einen schwarzen SUV gefahren. Das habe er aber angeblich nicht selbst beobachtet, sondern es seien Gerüchte, die er gehört habe. Jeremi wollte sich allerdings nicht dazu äußern, wo oder von wem er diese Gerüchte gehört habe.

Die Polizei ging davon aus, dass Tameka freiwillig verschwunden sei und meldete sie nicht offiziell als vermisst. Deswegen ermittelten sie auch nicht. Knapp eine Woche später – am 24. Mai 2014 – stießen Kayak-Fahrer im Paint Creek, einem Fluss in der Nähe, auf Tamekas Leiche. Die 30-Jährige hatte nur Socken an, nichts anderes. Die Obduktion ergab, dass Tameka an einer Überdosis von Kokain, Amphetaminen und Alkohol gestorben ist. Anfänglich ging man davon aus, dass es ein Unfall war, doch bei der Obduktion konnte auch herausgefunden werden, dass Tameka erst einige Zeit nach ihrem Tod in den Fluss gelangt ist. Das impliziert mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Täter, aber mehr hatten die Ermittler zu diesem Zeitpunkt nicht, ein Anhaltspunkt für weitere Ermittlungen fehlte leider.

Es gibt noch weitere Theorien und Aussagen zu dem Fall von Tameka, aber das würde den Rahmen dieses Videos sprengen. Wichtig zu wissen ist nur, dass das Rätsel um Tamekas Tod bis heute nicht vollständig aufgeklärt werden konnte.

Charlotte Trego

Kurz vor Tamekas Verschwinden wurde eine weitere Frau als vermisst gemeldet – Charlotte Trego. Die 27-Jährige wurde zuletzt am 03. Mai gesehen und war eine gute Freundin von Tameka. Auch von ihr fehlt bis heute jede Spur. Charlotte war depressiv, hatte schon öfter versucht sich umzubringen und war drogenabhängig. Zwar hat sie einen Entzug gemacht, wurde aber kurz vor ihrem Verschwinden rückfällig – deswegen ermittelte man in ihrem Fall auch nicht weiter, da man schnell davon ausging, dass sie an einer Überdosis gestorben ist oder sie sich umgebracht hat. Ein Mord oder ein freiwilliges Verschwinden wurde damals von Anfang an ausgeschlossen.

Wanda Lemons

Ein paar Monate vergingen, bis am 03. November 2014 die 37-jährige Wanda Lemons als vermisst gemeldet wurde. Ein Freund von ihr sagte aus, dass er Wanda noch am Tag ihres Verschwindens gesehen und gehört habe, dass sie mit einem LKW-Fahrer nach Texas fahren wolle. Ob die Aussage der Wahrheit entspricht, ist nicht bekannt. Jedenfalls meldete sich Wanda nie wieder bei ihren Freunden oder ihrer Familie. Auch sie gilt bis heute als vermisst.

Shasta Himelrick

Nur etwas mehr als einen Monat später, am 25. Dezember 2014, verschwand die 20-jährige Shasta Himelrick. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war sie schwanger. Sie wurde noch dabei gesehen, wie sie mit ihrem Auto an einer Tankstelle war, danach verliert sich ihre Spur. Am Tag nach ihrem Verschwinden fand man ihr Auto verlassen vor.

Sie hatte den Abend mit ihrem Freund Michael Owes und einem weiteren Freund verbracht. Um 1 Uhr morgens, am 26. Dezember, habe Shasta sich – den Aussagen Owes nach – auf den Weg zu einer Bekannten gemacht. Sie hätte Kokain dabei gehabt. Um 2.30 Uhr telefonierten die beiden noch und Shasta hätte dabei gesagt, dass sie bald zuhause ankommen würde. Doch dort kam sie nie an. Am 02. Januar fand man Shastas Leiche in einem Fluss.

Hier ergab die Obduktion, dass sie ertrunken ist und Oxycodon und Kokain in ihrem Blut hatte. Man vermutete schnell einen Selbstmord. In der Vergangenheit hatte sich Shasta oft selbst verletzt und nahm Drogen. Im August war außerdem ihr Vater verstorben. Die beiden hatten eine sehr gute Beziehung zueinander. Zusätzlich konnte man auf einem ihrer beiden Handys eine SMS an Michael finden, die um 3.33 Uhr am 26. Dezember verschickt wurde. Doch das Handy hatte einen Defekt, weswegen die Nachricht nie zugestellt wurde. In ihr stand: „Es tut mir leid. Ich habe dich geliebt.“

Michaels Handy wurde untersucht und er musste sich einem Lügendetektor-Test stellen, den er bestand. Es gab keine Hinweise auf einen Mord. Dennoch glaubte Shastas Familie fest an ein Verbrechen. Sie hielten einen Suizid für völlig abwegig. Die Schwangerschaft habe Shasta sehr glücklich gemacht und sie auf einen besseren Weg geführt. Ein Beweis dafür war ihrer Meinung nach eine Textnachricht, die Shasta nur wenige Tage vor ihrem Verschwinden verfasst hatte: „Mein Leben ist endlich kurz davor normal zu sein. Ich bin so glücklich, dass ich sein Baby bekomme. Ich liebe ihn wirklich. Er möchte mich im Juli heiraten, aber da werde ich durch die Schwangerschaft schon fett sein. Haha.“

Tiffany Sayre

Die mysteriösen Todesfälle hielten an. Einige Monate später, am 11. Mai 2015, wurde die 26-jährige Tiffany Sayre als vermisst gemeldet. Einen Monat später fand man die Mutter von zwei Kindern tot auf. Sie trieb in einem Abwasserkanal und ihr Körper war in eine Decke eingewickelt. Auch in ihrem Blut konnte man Drogen und Alkohol feststellen.

Timberly Claytor

Ebenfalls im Mai 2015 verschwand Timberly Claytor. Am 29. Mai wurde sie von einem Paar tot auf einer Wiese liegend gefunden. Timberly hatte drei Schussverletzungen am Kopf.

Rebecca Cade

Im Oktober 2015 fand man die 31-jährige Rebecca Cade leblos an einem Stacheldrahtzaun hängend. Sie wurde totgeprügelt. Ihr Pullover hatte sich im Zaun verfangen, als sie vermutlich vor ihrem Angreifer flüchten wollte. Obwohl mehrere Anwohner die Leiche wahrgenommen haben, wurde sie erst Tage später der Polizei gemeldet. Der Grund dafür ist skurril: Sie hielten die Leiche für eine besonders ausgefallene Halloween-Dekoration. In diesem Fall gab es tatsächlich einen Verdächtigen. Der 27-jährige Donnie Cochenour Jr. wurde verdächtigt und auch angeklagt. Er kannte Rebecca und stritt sich vor ihrem Tod mit ihr. In der Nacht ihres Todes kam er mit Blut und Erde beschmutzt zu seiner Schwester nach Hause. Diese half ihm dabei, seine blutige Kleidung in der Mülltonne des Nachbarn verschwinden zu lassen. Es kam zu einem langen Gerichtsverfahren, bei dem man sogar zeitweise davon ausging, dass Donnie Cochenour psychisch nicht in der Lage sei, verhört zu werden. Schlussendlich wies man diese Theorie allerdings ab und es kam zu einem normalen Verfahren, an dessen Ende Donnie freigesprochen wurde.

Rebeccas Familie zeigte sich schwer enttäuscht – sie waren sich sicher, dass er für den Tod ihrer Tochter verantwortlich ist. Manche Leute verbinden außerdem noch die Vermisstenfälle von Jamie Bowen, Holly Logan und Megan Lancaster mit dieser vermeintlichen Verbrechensserie. Doch diese drei Frauen stammen nicht aus Chillicothe, sondern aus umliegenden Städten in Ohio, weswegen ich die Fälle an dieser Stelle nicht ausführlicher thematisieren werde. Vermutlich haben auch die Fälle von Timberly Claytor und Rebecca Cade nichts mit den anderen Todes- und Vermisstenfällen zu tun, da hier die Todesursachen und Fundorte der Leichen von den vorherigen abweichen. Da die beiden Verbrechen aber dennoch im gleichen Zeitraum in Chillicothe vorgefallen sind, wollte ich sie nicht außen vor lassen. Vielleicht besteht doch eine Verbindung, die sich einem nur nicht im ersten Moment erschließt. Die Polizei fand jedenfalls bald etwas Schockierendes heraus.

Die Ermittlungen

Auch der Polizei war aufgefallen, dass es zu sehr vielen Todesfällen in der sonst so friedlichen Kleinstadt gekommen war. Das FBI wurde eingeschaltet und eine eigene Einheit gebildet, um zu ermitteln, ob hinter den Taten ein Serienmörder steckt. Bei den Ermittlungen fand man heraus, dass sich die Opfer alle untereinander irgendwie kannten. Das könnte aber auch nur ein Zufall sein und/oder an der örtlichen Nähe zueinander liegen. Gemeinsam hatten sie allerdings außerdem, dass alle von ihnen mal ein Drogenproblem hatten oder zum Zeitpunkt ihres Verschwindens noch süchtig waren. Einige der Frauen waren außerdem zeitweise als Prostituierte tätig.

Weitere Spuren und Hinweise auf einen Serienmörder fand man erst einmal nicht. Doch irgendwann wurden die Ermittler auf einen Mann namens Jason McCrary aufmerksam. Im Auto des 37-Jährigen hatte man Blut von Timberly Claytor gefunden. Mit diesem belastenden Indiz wurde er konfrontiert und schon kurz darauf gestand er den Mord an ihr. Weil das FBI eine Serientat vermutete, wurde er auch zu den anderen Vermissten- und Todesfällen befragt. Doch er bestritt etwas damit zu tun zu haben, gab aber an, dass ein anderer Mann behauptet habe die immer noch vermisste Charlotte Trego verbrannt zu haben.

Die Ermittler gingen dieser Aussage nach, doch es gab keinerlei Hinweise darauf, dass sie der Wahrheit entsprach. Jason McCrary gab außerdem an, dass ihm ein gewisser Ernest Moore dabei geholfen habe, Timberly Claytor zu töten. Ernest Moore meldete sich von selbst bei der Polizei. Der Mann mit dem Spitznamen „Dollar Bill“ sagte aus, alle Frauen gekannt zu haben. In der Vergangenheit hatte er mit Drogen gehandelt und dabei habe er sie kennengelernt. Mit den Morden habe er aber nichts zu tun.

Den Ermittlern gelang es nicht, Ernest Moore eine Beteiligung an den Taten nachzuweisen. Aber aufgrund einer anderen Tat wurde er schlussendlich verurteilt. Im Juli 2015 hatte er einen Mann angegriffen, verprügelt, ihm Brandwunden zugefügt, ihn sexuell missbraucht und anschließend kochendes Wasser über ihn gekippt.

Die Polizei befand sich in einer Sackgasse. Ihnen fehlten weitere Hinweise und Anhaltspunkte, um ihre Ermittlungen voranzubringen. Die vermeintliche Mordserie hatte so abrupt geendet, wie sie begonnen hatte. Möglicherweise hatte der vermeintliche Täter bemerkt, dass man ihm langsam auf die Schliche kam. Doch eigentlich war die Polizei sehr vorsichtig mit den Informationen, die sie öffentlich preisgab. Sie wollten so wenig wie möglich über den Ermittlungsstand verraten, damit der Täter sich sicher fühlt und eventuell Fehler begeht. Aber es kam zu keinen weiteren mysteriösen Todesfällen und die Ermittlungen der Polizei kamen zum Erliegen.

Neal Falls

Ein Mann, der bei den Chillicothe-Morden immer wieder genannt wird, ist Neal Falls. Auch wenn es keine direkten Beweise gab, die ihn mit den Morden in Verbindung brachten, so wurde doch gegen ihn ermittelt. Und der Verdacht war alles andere als unbegründet. Neal Falls wurde am 24. September 1969 geboren und wuchs in Springfield in Oregon auf. Er hatte keine einfache Kindheit – er hatte neun Geschwister und sein Vater war oft gewalttätig.

Während seiner Schulzeit entdeckte er eine Leidenschaft für Schusswaffen. Er begann Waffen und Munition zu sammeln. Nach der Schule wollte er keine Ausbildung machen und fing eine Stelle als Hilfsarbeiter an. Zu dieser Zeit hatte Neal Falls einige Freunde und hielt sich vorbildlich ans Gesetz. Er lebte in vielen Städten in unterschiedlichen Bundesstaaten. Von 1992 bis 1995 lebte er in Greensburg in Kansas. Als sein Vater gestorben ist, kehrte er nach Oregon zurück.

Er nahm eine Stelle als privater Wachmann an und schloss drei Jahre später – 1998 – eine Ausbildung ab. Wenn man eine Ausbildung abschließt, werden die Fingerabdrücke des Auszubildenden in eine nationale Datenbank aufgenommen – so auch die von Neal Falls. Im Jahr 2000 zog Neal nach Henderson in Nevada. Dort lebte er fünf Jahre lang als Untermieter bei einer Frau. Diese beschrieb ihn später als zurückgezogen. Er habe viel gearbeitet und sei fast nur zum Schlafen zuhause gewesen. Einmal habe er ihr seine Waffensammlung gezeigt.

Die ganzen Jahre über arbeitete Neal als Sicherheitsbeamter am Hoover-Damm, einer großen Talsperre zwischen Nevada und Arizona. Während dieser Zeit begann er verschiedene Tiere in der Wüste von Arizona zu misshandeln. Manchmal stand er extra drei Stunden früher auf, um seinen bestialischen Trieben nachzugehen. Sein Treiben blieb aber nicht unentdeckt. Und so wurde bald ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Gleichzeitig schien er ein Interesse an Prostituierten zu finden und suchte regelmäßig welche auf.

Während dieser Zeit verschwanden die vier Prostituierten Linday Marie Harris, Misty Marie Saens, Jody Brewer und Jessica Foster. Die ersten drei Frauen konnte man jeweils einige Zeit nach ihrem Verschwinden tot am Straßenrand finden. Jessica Foster bleibt bis heute vermisst. Auf der Arbeit verhielt sich Neal Falls zunehmend unfreundlicher und im Jahr 2008 wurde er gekündigt, weil er eine Kollegin sexuell genötigt hat. Das schien er gut wegzustecken. Anders war es mit zwei Ereignissen im Januar 2015. Innerhalb kurzer Zeit starb Neals Mutter und die Frau, die er gerade datete, gestand ihm, dass sie verheiratet war. Das warf Neal aus der Bahn. Er brach den Kontakt zu seiner restlichen Familie ab und lebte von da an völlig zurückgezogen. Zu diesem Zeitpunkt war Neal 45 Jahre alt.

Komisch war, dass seine Handynummer mit einem Facebook-Profil mit dem Namen BJ Ross verknüpft war. Dort gab er sich als verheiratete Frau mit Kindern aus und postete abstruse Sachen. Am 18. Juli 2015 reiste Neal Falls nach Charleston, einer Stadt in West Virginia. Dort klingelte er bei der Prostituierten Heather Saul. Er hatte sie online kennengelernt und ihre Adresse herausgefunden. Als Heather die Tür öffnete, sagte Neal „Leben oder sterben?“ und bedrohte sie mit einer Pistole. Im Haus griff er sie an und würgte sie. Heather konnte eine Harke greifen und als Neal ihr diese aus der Hand riss, ließ er seine Pistole fallen. Heather gelang es, die Waffe aufzuheben und Neal Falls zu erschießen.

Die Polizei konnte in seinem Auto zahlreiche Dinge sicherstellen. Darunter befanden sich Schaufeln, Äxte, eine große Plastikwanne, groß genug, um damit Leichen zu transportieren, eine Machete, Messer, ein Kanister Bleiche, Müllbeutel, eine kugelsichere Weste und eine Liste mit sechs Namen darauf. Bei den sechs Personen handelte es sich um Frauen, die als Prostituierte tätig waren. Glücklicherweise waren alle von ihnen am Leben und wohlauf. Ob Neal Falls etwas mit den Chillicothe-Morden oder mit den späteren Prostituiertenmorden zu tun hat, ließ sich nicht endgültig beweisen. Er würde in das Bild des Verdächtigen passen, das die Ermittler damals erstellt hatten. Allerdings bleibt es bei Spekulationen, da sich nie handfeste Beweise für seine Schuld finden ließen.

Epilog

Und damit sind wir schon am Ende des heutigen Videos angelangt. Ein sehr komplexer Fall, bei dem man nicht eindeutig sagen kann, ob alle Todesfälle zusammenhängen oder ob darunter eventuell auch Unfälle waren oder Fälle, die jemand anderes begangen hat. Was denkt ihr? Ist Neal Falls ein Serienmörder? Gehen sowohl die Prostituiertenmorde als auch die Chillicothe-Morde auf sein Konto? Oder denkt ihr, dass es sich um verschiedene Täter gehandelt hat?

Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung. Schreibt mir eure Theorie gerne in die Kommentare oder diskutiert darüber auf meinem Discord. Wenn euch das Video gefallen hat, würde ich mich auch sehr über ein Abo und einen Daumen nach oben freuen. Vielen Dank schon einmal im Voraus. Folgt mir auch auf Instagram, falls ihr das noch nicht tut. Da erfahrt ihr Infos oft am schnellsten und kriegt ab und zu einen kleinen Einblick hinter die Kulissen von Insolito. Vielen Dank fürs Zuschauen. Wir sehen uns beim nächsten Video wieder. Gute Nacht und bis dann.

Quellen

  1. The Chillicothe Six and Neal Falls YouTube, 2020
  2. Neal Falls Wikipedia (englisch)
  3. Police: Woman saved lives by shooting possible serial killer in the head CBS 6 News Richmond WTVR, 2015
  4. Portrait of a Serial Killer as an Online Perv The Daily Beast, 2015
  5. The Murder Squad: Jensen & Holes themurdersquad.com
  6. Possible Serial Killer Neal Falls Had List of Six Other Women: Police NBC News, 2015
  7. Prostituierte erschießt in Amerika Serienmörder Neal Falls Frankfurter Allgemeine, 2015
  8. Five years and still too few answers in Chillicothe missing women cases Chillicothe Gazette
  9. A deeper look at the death of Shasta Himelrick, one of 'Forgotten Women' Chillicothe Gazette
  10. Jury finds Donnie Cochenour Jr. not guilty of murder Chillicothe Gazette
  11. Neal Falls Wikipedia (englisch)
Fallakte
Orte
Chillicothe, Paint Creek, Charleston, Henderson, Hoover-Damm, Springfield
Region
Ohio
Land
USA
Jahr
2014–2015
Status
Ungelöst
Fallart
Serientäter, Vermisstenfall, Ungeklärter Todesfall, Tötungsdelikt
Personen
Tameka Lynch, Charlotte Trego, Wanda Lemons, Shasta Himelrick, Tiffany Sayre, Timberly Claytor, Rebecca Cade, Neal Falls
Lagekarte
Kartendaten: Natural Earth